Mittwoch, 31. Januar 2007

Riese am Berge

Ich muss ein Riese sein
Dein Fels scheint weich
Mir wird die Welt zu klein
Stürm ich dein Reich

Du bist ein Berg in meinem Blick
Und ziehst mich hin und rauf
Hab niemals Angst geh nie Zurück
Bald steht ich Riese drauf

So blick ich weit und sehe Licht
Ringsum von deinen Höhen
Zurück ins Dunkel will ich nicht
Ich bleibe auf dir stehen

Du spürst mich schwer und gibst mir nach
So langsam sink ich ein
Es explodiert ein neuer Tag
Man hört dich Berg nun schrein

Ich form dich Berg und du frisst mich
Bebend ist es getan
Ich Riese in dir liebe dich
Und mach dich zum Vulkan

Dienstag, 30. Januar 2007

Rätsel

Was kann man
Haben
Aber nicht erwerben?

Was kann man
Verkaufen
Aber nicht kaufen?

Was gibt es nur im Moment
Der durch es
Oder sein Fehlen
Erst entscheidend wird?

Das Glück.

IKEA

Da steht das Paar
In Dekorationen
Aus Leben
Denen es floh
Zu sich

Läuft durch
Fluchten
Von Regalen
Voller Requsiten
Alter Stücke
Die abgesetzt sind

Trotzdem
Gemessen wird
Gewissenhaft
Doch immer wieder
Dieser Blick
Zurück

Nein - blau nicht
Das war schon mal
Ja klar - der Stuhl ist gut
Und war es schon
Die letzten Jahre
So ist er`s nimmer
Er ist vergangen

Still geht das Paar
Ohne Kauf
Aus dem blauen Haus
In ein Leben
Ohne
Dekorationen

Montag, 29. Januar 2007

Bohei

Wer einen Bohei
Darum macht
Keinen um sich
Zu machen
Hat auch
Allen Grund

Samstag, 27. Januar 2007

Kleiner Abschied

Eng aneinander
Küsse ich deinen
Oberarm zur Nacht
Feiere seine
Perfektheit
Das ideale
Verhältnis
Bis du dich
Langsam abdrehst
In den Schlaf

Ein kleiner Abschied
Zu uns selbst
Für eine Nacht
An den wir denken werden
Bei einem grossen

Traurig

Freitag, 26. Januar 2007

Erinnerungen an Marie A. (Bertolt Brecht)


Erinnerungen an Marie A.

An jenem Tag im blauen Mond September
Still unter einem jungen Pflaumenbaum
Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
In meinem Arm wie einen holden Traum.
Und über uns im schönen Sommerhimmel
War eine Wolke, die ich lange sah
Sie war sehr weiß und ungeheuer oben
Und als ich aufsah, war sie nimmer da.
2
Seit jenem Tag sind viele, viele Monde
Geschwommen still hinunter und vorbei
Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?
So sag ich dir: Ich kann mich nicht erinnern.
Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst
Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer
Ich weiß nur mehr: Ich küsste es dereinst.
3
Und auch den Kuss, ich hätt' ihn längst vergessen
Wenn nicht die Wolke da gewesen wär
Die weiß ich noch und werd ich immer wissen
Sie war sehr weiß und kam von oben her.
Die Pflaumenbäume blühn vielleicht noch immer
Und jene Frau hat jetzt vielleicht das siebte Kind
Doch jene Wolke blühte nur Minuten
Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.
(Bertolt Brecht)

Donnerstag, 25. Januar 2007

Es ist ein Schnee gefallen

Es ist ein Schnee gefallen
und es ist noch nit Zeit
man wirft mich mit den Ballen
der Weg ist mir verschneit

Mein Haus hat keinen Giebel
es ist mir worden alt
zerbrochen sind die Riegel
mein Stüblein ist mir kalt

Ach Lieb, laß dich' s erbarmen
daß ich so elend bin
und schließ mich in dein Arme
so fährt der Winter hin

Ambraser Liederbuch, 1582, Melodie von 1535

Mittwoch, 24. Januar 2007

Lebenszeit - Die Puhdys in einem Schweizerblog

Das muss einfach sein. Ich kenne das Lied seit ich ich elf Jahre alt war. Und habe es sicher schon dreimal vergessen. Wie ich vergass, dass ich mit acht ein Plakat für mein erstes eigenes Buch malte. Auf dem stand:

Die Puhdys sind meine Freunde!

Eben die Band ist Teil meiner vergessenen Vergangenheit. Doch im Moment bin ich in einer Situation, da wird sogar dieses Lied für mich wahr. Ein Lied das ich seit dreissig Jahren kenne. Als ich das merkte, schossen mir Tränen in die Augen. Seit dreissig Jahren kenne ich den Text zu dem was mir gerade passiert. Das ist schön und merkwürdig. Schön merkwürdig.

LEBENSZEIT
Text: Wolfgang Tilgner
Musik: Puhdys


Fahren zwei durch alle Meere, fahren zwei in einem Boot.
Der eine kennt die Sterne, der andre misst das Lot.
Sind nicht zu trennen, bleiben vereint,
ob Nacht heranzieht, Morgen erscheint.
Sie finden zueinander - auf LEBENSZEIT.

Steigen zwei auf hohe Berge,
Steigen zwei zum Himmel dicht.
Der eine blickt die Welt an, der andre sieht das Licht.
Noch liegt die Erde flach auf der Hand,
Sind sie den Wolken nah und verwandt.
Und halten zueinander - auf LEBENSZEIT.

Gehen zwei durch laute Strassen,
Gehen zwei durch Stein und Rauch.
Den einen ruft die Arbeit, den andren Mühe auf.
Schon kommen Tage, die man nicht zählt.
Schon ist entschieden, schon ist gewählt.
Doch haben sie einander - auf LEBENSZEIT.

Sitzen zwei schon im Schatten, sitzen da auf einer Bank.
Der eine fühlt sich müde, der andre fühlt sich krank.
Schon ist im Leben alles gesagt
Schon ist im Leben alles gewagt.
Sie hielten zueinander - auf LEBENSZEIT.

Dienstag, 23. Januar 2007

Phoenix

Du kannst so gross sein
Dass ich hinter dir verschwinde
Doch auch so klein
Dass ich dich nirgends finde

Du kommst herein
Der Raum verfällt in Schweigen
Und musst nichts tun
Dein Leuchten wird dich zeigen

Du bist so offen
Auch für den Dreck der Andern
Sie leeren sich
Und werden leichter wandern

Du bleibst zurück
Und beginnst zu wanken
Die Säule kippt
Zu offen deine Schranken

Du bleibst allein
Zurück mit ihrem Leid
Und ziehst es an
Das fremde Tränenkleid

Du gehst für sie
Den schweren Gang
Atmest ihr Leid
Machst daraus Klang

Du bläst dir selbst
Die Luft unter die Flügel
Aus Asche steigend
Wollen wir dich als Spiegel

Du bist dann wieder die
Die jeder liebt und will
Du frassest unser Leid
Und machst uns staunend still

Montag, 22. Januar 2007

Nehmen und Geben

Du musst nicht
Über mich rasen
Wie der Sturm
Der ich manchmal bin

Und versuch nicht
In mich zu greifen
Wie meine Zangen
Es manchmal tun

Du bist auch nicht
Die Feder
Mit der ich
Über dich streiche

Denn du kannst nicht
In mir versinken
Wie ich in dich tauche
Den Grund zu sehen

Halt mich einfach
Ab und an
Wenn ich schwanke
Ab mir
Und dir
Ab uns

Dämon

Eine Kanne zu guten Tee
Zu spät getrunken
Zwei befreundete Katzen
Die über einem toben
Schon sind wir zu dritt

Der Dämon
Meine Liebe
Und ich




der dämon des herrn ü.

Alfred Brendel

Ein Weiser war einmal
Ein junger
Spielt so Klavier
Und dichtet seinen Geist reich

Kein Weiser werd ich
War nie ein junger
Kann kein Klavier
Glücksblöd reicht mein Geist nicht

Sonntag, 21. Januar 2007

Chaconne

Wo Bach am meisten bei Gott ist
Drückt er SICH am stärksten aus

Wo Gott am stärksten bei Bach ist
Drückt er IHN am meisten aus

Dann trifft er DICH
Und du weinst

WER?

Sonntagmorgen

Das Licht ist draussen
Ausserhalb vom Zimmer
Da wäre ich gern
Doch sehe zu
Wie du aussiehst
Wenn dir eine
Bachpartita einfährt

Die Chaconne
Läuft dir übers Gesicht
Das mir mehr Sonne ist
Als jedes Licht
Dein Kopf wankt
Mit ihm du
Säule

Ein Wunder
Bist du Säule erst
Seit ich sie liegen sah
Und nicht nur
Neben mir

Aufgestützt das Kinn
Sitze ich
Im schönen Sessel
Und sehe von unten
In dein Migrosregal
Mit den Noten
Am Tablar klebt das
Preisschild noch
Da kenn ich Dich

Der Sänger singt:
Dem Tod, dem Tod
niemand entfliehen kunnt

Tränen rinnen übers Gesicht
Und Gold glänzt erst in deinem Licht

Samstag, 20. Januar 2007

Für Solveig Dommartin 29.7.1958 - 11.01.2007


Ein Freund, der gar kein Freund war, sagte mal zu mir, nachdem er die Fünfzig überschritten hatte: "Tja Götz, die Einschläge kommen näher." Typisch deutsch, auch für den Marsch durchs Leben und damit auf sein Ende zu, Kriegsbilder. Die aber haften gut, auch mir fällt dieser Satz immer wieder ein. Je älter man wird, um so häufiger hört man von Tod. Da hilft es auch nicht, in einem Beruf zu sein, in dem der Tod immer mit dabei ist.

Doch die Nachricht vom frühen Tode Solveig Dommartins schlug bei mir ein, nicht nur in der Nähe, und nicht weil sie nur acht Jahre älter wurde als ich heute bin. Ich hätte dieser Frau noch Leben gewünscht und uns ihr Gesicht und ihre Stimme auf der Leinwand.

Unsterblich ist sie längst.

Wie alle im "Himmel über Berlin" und in "In weiter Ferne so nah" spielte sie sich zum Teil selbst. Der erste Film ist die Geschichte eines Engels der wegen ihr zum Mensch wird. Gespielt wird das Ganze durch Menschen, die engelhaftes haben, die verkörperlichen können, was sonst ein Ahnen ist.
Man muss Bruno Ganz nur lesen hören, Otto Sander nur spielen sehen oder einfach in die unglaublich schöne Fresse von Peter Falk glotzen, schon spüren wir, das da mehr ist, als wir mit Tickets kaufen könnten.
Da wir Menschen sind und immer nur Menschen Menschen von sich selbst befreien werden, müssen wir arbeiten. Und hier der unglaubliche Doppelsinn. Die Schauspielerin Dommartin hat sich für die Szenen, in der Marion die menschliche Arbeit zum Engel hin zeigt, nicht doubeln lassen. Über Monate trainierte sie am Trapez. Menschsein ist Leben und Leben ist Arbeit.

Im Film ist das manchmal anders. Da wird auch gezaubert. Das ist das schöne an ihnen und Wenders zeigt im Film auch das Zeigen. Die Engel kommen traumhaft einfach so angeschwebt und machen die Innenwelt der Menschen hörbar. Schon das genial. Sie kommen von irgendwo.

Die Verbindung zwischen Engel und Mensch sehen wir zuerst in Peter Falk, der ein "ehemaliger" Engel ist. Und wir sehen ihn bei der menschlichsten aller Tätigkeiten, bei der Arbeit. Doch man merkt nicht, dass Falk arbeitet. Genau so wie man im zweiten Teil nicht bemerkt, wie hart Damiel arbeiten muss. Er sitzt, grässlich schön und glücklich singend, auf seinem lustigen Dreirad und fährt die Pizza aus, damit seine Frau Marion, gespielt von Solveig Dommartin, Zeit hat, mit ihrer Tochter am Trapez zu üben. Unglaubliche Szenen. Als ich das mit der Frau sah, mit der ich den hoffentlich langen Rest des Lebens verbringe, hatte ich Tränen in den Augen. Auch wenn er noch so stark ist, soll einer meine Sinne im Leben sein, dieser Frau den Rücken freizuhalten und zu stärken, damit sie genügend Raum hat, einem Kind zu zeigen, was man wissen muss, um wahrhaftig zu sein. Von mir kommen dann noch Wärme, Spass und der Duft von f6.

Die wichtigste Rolle in diesem Film und deshalb wohl kriege ich mich nicht mehr ein, hatte Solveig Dommartin. Falk war schon Engel, Ganz und Sander sind Engel, sie und Curt Bois (der Erzähler) sind die beiden MENSCHEN die schon auf Erden und zu Lebzeiten Engel sind. Und das durch Arbeit. Sie spielt den Engel am Trapez, die Frau die (ganz Mensch) mit angeklebten Flügeln Angst hat abzustürzen. Und sie zeigt, wie man als Mensch fliegen kann. Durch Arbeit! Die wichtigste Figur ist nicht der menschwerdende Engel, sondern der engelhafte Mensch in den sich sogar die Engel verlieben. Cassiel scheitert im zweiten Teil am Menschsein. Er hatte keine Marion.

Wie viele Cassiels scheitern in unserer Welt. Auch bei mir war es knapp. Ich glaube an Engel seit ich einen Menschen traf, der durch harte, sehr, sehr harte Arbeit an sich, andere mitnimmt zu Flügen von denen sie bisher nichts ahnten.
Darum heisst es: Arbeit. Arbeit am Menschsein. Dann sind wir auch Engel. Und immer für andere!
Nie nur für uns.

Ich erzählte mal einem Pater und Bruder vom Eindruck, den mir dieser Film gemacht hatte und von einer Frau, die mich fragte, ob ich denn nicht spüre, wie meine Engel mich beschützen. Ich erzählte ihm auch von Dummheiten, die ich mit Menschen, Frauen und Seelen gemacht hatte.
Der Pater wurde sehr ernst und sagte: "Auch du bist ein Engel. Aber du fällst!" Dann schickte er mich beten. Ich glaubte zu verstehen und bekam einen riesigen Schreck. Der gefallene Engel...

Denke ich heute an den Film, kann ich den Fall auch anders sehen.
Meine Rüstung ist nun verkauft. Nun heisst es arbeiten. Am Mensch sein.

Ich bin traurig, dass Solveig Dommartin tot ist, auch wenn sie unsterblich bleibt.
Das Leben ist grausam, besonders wenn es nicht mehr da ist.
Leben wir. Tot sein können wir noch lange genug.

Rest des Lebens

Von heute an
So lang wie breit und nötig
Will ich Pizza ausfahren
Schuhe putzen
Gedichte schreiben
Damit du einem Kind
Lehren kannst
Zu sein wie du

Abends will ich
Müde bei ihm liegen
Bis der Engel es küsst
Und du mich weckst
Um dich an meine
Liebe zu lehnen
Für einen neuen
Tag

An dem das Kind
Von uns lernt
Mensch zu sein
Der von Engeln weiss

Peter Handke - Als das Kind Kind war

Für Solveig Dommartin


29.Juli 1958 - 11.Januar 2007



Peter Handke

Lied Vom Kindsein




Als das Kind Kind war,


ging es mit hängenden Armen,


wollte der Bach sei ein Fluß,


der Fluß sei ein Strom,


und diese Pfütze das Meer.


Als das Kind Kind war,


wußte es nicht,


daß es Kind war,


alles war ihm beseelt,


und alle Seelen waren eins.


Als das Kind Kind war,


hatte es von nichts eine Meinung,


hatte keine Gewohnheit,


saß oft im Schneidersitz,


lief aus dem Stand,


hatte einen Wirbel im Haar


und machte kein Gesicht beim fotografieren.


Als das Kind Kind war,


war es die Zeit der folgenden Fragen:


Warum bin ich ich und warum nicht du?


Warum bin ich hier und warum nicht dort?


Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?


Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum?


Ist was ich sehe und höre und rieche nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt?


Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,


die wirklich die Bösen sind?


Wie kann es sein,


daß ich, der ich bin, bevor ich wurde, nicht war,


und daß einmal ich, der ich bin,


nicht mehr der ich bin, sein werde?


Als das Kind Kind war,


würgte es am Spinat,


an den Erbsen,


am Milchreis,


und am gedünsteten Blumenkohl.


und ißt jetzt das alles und nicht nur zur Not.


Als das Kind Kind war,


erwachte es einmal in einem fremden Bett


und jetzt immer wieder,


erschienen ihm viele Menschen schön


und jetzt nur noch im Glücksfall,


stellte es sich klar ein Paradies vor


und kann es jetzt höchstens ahnen,


konnte es sich Nichts nicht denken


und schaudert heute davor.


Als das Kind Kind war,


spielte es mit Begeisterung


und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals,


nur noch, wenn diese Sache seine Arbeit ist.


Als das Kind Kind war,


genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,
und so ist es immer noch.


Als das Kind Kind war,
fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand


und jetzt immer noch,


machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge


und jetzt immer noch,


hatte es auf jedem Berg die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,


und in jeder Stadt die Sehnsucht nach der noch größeren Stadt,


und das ist immer noch so,


griff im Wipfel eines Baums nach dem Kirschen in einem Hochgefühl
wie auch heute noch,


eine Scheu vor jedem Fremden


und hat sie immer noch,


wartete es auf den ersten Schnee,


und wartet so immer noch.


Als das Kind Kind war,


warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,


und sie zittert da heute noch.


Donnerstag, 18. Januar 2007

Sturm

Sturm biegt Bäume tief
Markisen schlagen
Jalousien rütteln
An ihren Ankern

Müll liegt in der Luft
Menschen jagen
Hüte tanzen
Ihnen davon

Hinter der Scheibe
Sitze ich warm
Und schreibe still
Einen Sturm

Befreien

Ein wacher Blick
Auf Dich
Ein offenes Ohr
Für Dich
Anwesend sein
In Dir
Befreit Wissen
Aus Dir
Von dem
Wusstest du
Auch nicht
Bis eben

Die Lippen
Auf Dir
Die Zunge
In dir
Mein Körper
Für Dich
Befreit Laute
Aus Dir
Von denen
Hörten wir
Auch nicht
Bis eben

Mittwoch, 17. Januar 2007

Karmahygiene 3

Manchmal schlafe ich
Nicht
Neben dir
Weil du mich
Nimmst

Oder bleibe
Wach
Neben dir
Weil du mich
Lässt

In beiden Fällen
Bin ich es
Der nicht
Zur Ruhe
Kommt

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