Posts mit dem Label Momente werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Momente werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 31. August 2007

Warten

In der Bushaltestelle
Langenweilen
Sich die Jungen

Wartend auf das
Was mir passiert
Vorbeifahrend

Das Leben

Freitag, 17. August 2007

Im Solbad

Auf dem Rücken liegend
Schwimme ich in Tränen
Nur Himmel im Blick
Stören zwei Tauben
Nicht

Mittwoch, 30. Mai 2007

Das grosse Schweigen

Die Amsel die den Morgen
Zusammenbrüllt
Nach ihrem Mann
Stört der Regen nicht
Doch mich beim Film
Über die grosse Stille
Auch die Amsel eine Wahrheit

Das lauteste Geräusch
Im Ruhekloster der Kartäuser
Ist nach dem Ruf der Glocke
Das Schlagen des Mönches
Auf den blechernen Teller
Die Katzen zum Fressen
Zu locken
Der lauteste menschliche Ton
Sein Rufen nach den Tieren

Montag, 21. Mai 2007

Zärtlich der Wind

Wenn du mir
Unter meinen Händen
Wegschläfst
Mich nicht mehr
Streichelst
Geh ich in die Nacht
Dort tut es
Der Wind

Montag, 14. Mai 2007

Leben ist

Gestern
Mit dir
Zu zwein
In der Sonne sein
WOLLEN

Heute
Mit mir
Allein
Schreiben zu
SOLLEN

Regentag im Mai

Nur am Wogen
Des hohen
Grünen Weizen
Vor der satten
Wiese
Ist zu sehen
Woher der Regen
Kommt
Der schnugerade
Den Blick füllt

Doch da ist Licht
Am Horizont
Sein Spiegeln
In einer Wolke
Die hier schon
Durch ist

Mittwoch, 9. Mai 2007

Grün

Das ist jetzt
Das Grün
Das mein Herz
Rasen lässt
Wie das des Rehs
Das über es jagt

Wolkenlöcher

Er hatte für die Westschweiz
Auflockerungen und stellenweisen Sonnenschein
Gemolden

Wolkenlöcher
Wie wir sie nennen
Und die es eine Nacht lang
In den Himmel regnet
Wie wir uns

Und steigen ihnen bei Tag
Entgegen
Bewundern
Wilde Narzissen
Trinken Kaffee
Wie Bürger
Und verbrennen uns dabei

Dienstag, 8. Mai 2007

Tanzen an der Wand

"Tanzen ist träumen mit den Beinen"
Herwig Mitteregger


Für S.L.

Nie sah ich eine
Mit hohem Knie
(Wie alle aus den Achtzigern)
Vor mir und einer Wand
Aus Ihren Kargohosen fliegen
Wie dich

Nie sah ich eine
Tanzen
So gewaltig leicht
Expressiv und doch nach Innen
Und nur dahin
Völlig bei Dir
Selbst wenn wir uns
Umgurrten
Oder ich dich

Nie sah ich eine
So sehr für sich
Für alle tanzen
Nie sah ich eine
So sehr für mich
Für alle tanzen
Und wusste doch
Das schien nur so
Doch nicht nur mir

Dandy nanntest du mich
In dieser Nacht
Nur weil meine Schuhe
Aus Italien sind
Und man das sieht

Verzeih den Rest

Montag, 7. Mai 2007

Mai in Montreux - Kai de Fleurs

Ist es alte Jugend
Oder neues Alter
Wenn ich jetzt erst
Verstehe und erfühle
Warum noch der dümmste
Alte Schlager
Vom Mai erzählt

Wir laufen den
Kai des Fleurs entlang
Langsam verschlungen
Berauscht von diesen
Farben und Gerüchen
Den Blicken der Menschen
Die sich verliebt machen
Wie uns auch

Die wenigsten sind allein
Die ganz jungen und
Die ganz alten
Werden geschoben
Geliebt werden alle
Ein Leuchten fast in jedem Blick

Die Welt riecht hier nach Leben
Nach Weitergehen
Nach Bestäuben, Tragen und Frucht
Wir sehen viele Schwangere
Und nochmehr Kinder
Liebe ist mehr als Ficken
Spielen, Körper und Geld
Was hier auch promeniert

Man glaubt im Gewimmel
Die Musik zu hören
Auf der die
Stadt in der Bucht schwimmt
Die Russen fotografieren sich
Vor dem Mercury Denkmal
Über das wir uns wundern
Und Mövenpickeis essen
In Mengen wie die Russen

Zweimal sehen wir einen alten Herren
Der gebeugt in grossen Hosen
Mit wässrigen Augen
Doch wachem Blick wie innen lachend
Seiner Frau nachschlurft
So möchte ich mit achtzig sein
Sage ich zu dir
So wirst du sein
Sagst du
Und wieder liebe ich Dich

Dienstag, 1. Mai 2007

Was der Vollmond eigentlich sagt:

Ich komme alle drei Wochen
Ewig
Du nicht

Lebe

Richtig

Sonntag, 22. April 2007

Alltag

Nach einem Tag
Wie ein Marathon
Sitzen wir uns gegenüber
Reden
Beide
Wissend
Zuhören ist dass Geheimnis

Reden von den Erfolgen
Und den Anderen

Bis der Zwischenton kommt
Auf den wir warten
Und reden von uns

Fallen dann ins Bett
Unsere Häute erinnern
Sich an sich
Während wir einschlafen
Weil wir müde sind an uns
Sagen wir uns nur noch
Dass wir uns lieben

Samstag, 21. April 2007

Wochenende

Ich werde Dich
Am Sonntag spielen
Hören
Bin Beschäftigt
Auch um dir den Raum
Zu geben
In dem du sein musst
Um so zu klingen
Wie du klingst

Ich werde dich
Am Sonntag spielen hören
Entschädigt für alle
Siege dieser Woche
Getröstet um unser
Gross sein
So Allein

Wir leben gut grad.
Schwer.

Inselabschied 2

Wenn andere Schmerzen haben
Innen
Sichtbar wehmütig
Mit Blick zurück
Auf den Hafen

Wenn die Fähre den Weg
Zum Festland
Ganz sicher findet

Wenn andere
Leiden
Still trauern
Einer stillen Zeit
Schon jetzt
Still nachtrauern

Dann kann auch ich
Wie erlöst schweigen
Während der Überfahrt
Endlich mal
Die Schnauze halten
An der Bordwand

Aber SCHREIBEN



neues im prosagötz auserdem finden sie unter "weisse segel" einen andere überfahrt

Donnerstag, 19. April 2007

Inselabschied 1

Abschied von der Insel

Fahrend in Rinnen
Weiss ich
Immer wieder zu kommen
Weil ich schon immer wieder
Hierher zurück komme
Auf die Insel
Die sich vor den Kommunisten
Genau so verstecken konnte
Wie heute vor dem grossen Geld
Sie ist halt nur schön
Und bietet sonst nichts
Der Bentley bliebe drüben neben
Den Astras auf dem Parkplatz
Wie der rechte (linke)
Klassenstandpunkt auch schon
In Schaprode an einer verlotterten
Fahnenstange
Hängen geblieben war

Fahrend in Rinnen
Wünsche ich
Immer wieder zu kommen
Mit dir und einem Kind
Dem ich zeigen möchte
Was man mir zeigte
Und mehr

Alles was ich wünschte wurde
Nach dem so viel
Nicht in Erfüllung ging

Sonntag, 8. April 2007

Hüte

Es zieht am leeren Busbahnhof
Auf Rügen
Der Bus bleibt warm
Geschlossen vor uns stehen
Wie früher

Mir ist kalt so ohne Hut
Der mit dem Nachtzug zurück fährt
In die Schweiz
Er will endlich nach Hause
Gekauft in San Diego
Genäht in China
Sind Hüte nicht zum Reisen da
Sondern zum Tragen

Nachtzug 2

Wir werden sie vergessen haben
Die Stunden
Erwacht aus dem Schaukeln der Weichen
Durch den hellen Tag und seinen flachen Wolken
Die uns durchs Oberlicht des Wagens greifen

Im Halbschlaf sehen wir hinaus
In fremde flache Landschaft
Trinken den Kaffee der so grusig ist
Wie das Brot
Und wissen nicht wie uns geschieht
Mit der Weite die wir durchqueren

Das schöne Gefühl des Nachtzugs
Ist dahin wir können lesen wo wir sind
Und wissen es doch nicht
Nur dass es noch Stunden bis zum Ziel sind
Zeit die uns bleibt
Zum Spielen mit dem versteckten Lavabo
Und Kaffeeholen bei der angehängten Konkurrenz
Der auch nicht besser ist.

Leer sind die Stunden nicht
Voll der leeren Landschaft
Die wir durchqueren
Wir würden sie vergessen
Schriebe ich sie nicht jetzt
Und verpassen fast den Ausstieg
Am Ziel

Nachtzug

Ich geniesse uns
Während du dich
Auf mir
Zu Dir reitest

Draussen huscht Deutschland
Vorbei

Ich weiss wie viel
Ich lebe
Durch dich
Und
Wie viel ich lebte
Vor dir
Und
Wie viel nicht

Glück und Trauer

Samstag, 7. April 2007

Horizonte

Und irgendwann bemerkte er, es ging nur um Horizonte. Angefangen von dem recht engen, durch Kreidezungen eingefassten, der Ostsee, über den weitenden von den Hügeln auf Radtouren um die Heimatstadt im Tal, Rundhorizonten von kleinen Inseln später, einer Welt aus Wasser im einmal um sich selbst drehen, bis zu Alpenketten deren Grate den Himmel zerrissen und dann dem Gotthard an sich.
Was dann schon kein Horizont mehr war, man lebte in ihm. Lief auf ihm, um frische Milch beim Käser zu holen.

Es gab auch Zeiten ganz ohne.
Zeiten wo sein Blick zu klein war, um Himmel zu sehen. Sehnsucht schon in einem nachts vorbeifahrenden Auto lag. Hinter der dem Zaun der Kaserne. Zeiten ohne Horizont, mit Stücken Hofhimmel von der Terrasse einer Eigentumswohnung oder dem über Hecken, der zeigt, wie dumm sie sind.
Zeiten, mit Himmel durch das Glasschiebedach, in denen er die brennenden Vogesen bei Tempo zweihundert in den Sonnenuntergang von der Rheintalautobahn aus fotografiert hatte.

Jetzt sah er im Mondlicht die Line des Feldes gegen den Himmel.
Südbalkon.
Nordhang.
Der Horizont nun nah aber endlich wieder weit. Man weiss nur und sieht nicht, hinter der sanften Linie, leuchten die Alpen blau im Mond.
Aber vor allem, Horizont war wieder da. Das schien im plötzlich wichtig.
Du musst die ewige Sehnsucht nicht sehen.
Du hast sie.
In dir.
Lauf auf der Linie deiner Sehnsucht.
Lauf auf dem Horizont.

Mittwoch, 4. April 2007

Hochzeit

Es quillt aus uns das viele Licht
Im Dunkeln tappend sehn wirs nicht
Die Egos stehen zwischen uns
Und werfen lange Schatten
In den frieren wir Gatten