Wo Bach am meisten bei Gott ist
Drückt er SICH am stärksten aus
Wo Gott am stärksten bei Bach ist
Drückt er IHN am meisten aus
Dann trifft er DICH
Und du weinst
WER?
Sonntag, 21. Januar 2007
Sonntagmorgen
Das Licht ist draussen
Ausserhalb vom Zimmer
Da wäre ich gern
Doch sehe zu
Wie du aussiehst
Wenn dir eine
Bachpartita einfährt
Die Chaconne
Läuft dir übers Gesicht
Das mir mehr Sonne ist
Als jedes Licht
Dein Kopf wankt
Mit ihm du
Säule
Ein Wunder
Bist du Säule erst
Seit ich sie liegen sah
Und nicht nur
Neben mir
Aufgestützt das Kinn
Sitze ich
Im schönen Sessel
Und sehe von unten
In dein Migrosregal
Mit den Noten
Am Tablar klebt das
Preisschild noch
Da kenn ich Dich
Der Sänger singt:
Dem Tod, dem Tod
niemand entfliehen kunnt
Tränen rinnen übers Gesicht
Und Gold glänzt erst in deinem Licht
Ausserhalb vom Zimmer
Da wäre ich gern
Doch sehe zu
Wie du aussiehst
Wenn dir eine
Bachpartita einfährt
Die Chaconne
Läuft dir übers Gesicht
Das mir mehr Sonne ist
Als jedes Licht
Dein Kopf wankt
Mit ihm du
Säule
Ein Wunder
Bist du Säule erst
Seit ich sie liegen sah
Und nicht nur
Neben mir
Aufgestützt das Kinn
Sitze ich
Im schönen Sessel
Und sehe von unten
In dein Migrosregal
Mit den Noten
Am Tablar klebt das
Preisschild noch
Da kenn ich Dich
Der Sänger singt:
Dem Tod, dem Tod
niemand entfliehen kunnt
Tränen rinnen übers Gesicht
Und Gold glänzt erst in deinem Licht
Samstag, 20. Januar 2007
Für Solveig Dommartin 29.7.1958 - 11.01.2007

Ein Freund, der gar kein Freund war, sagte mal zu mir, nachdem er die Fünfzig überschritten hatte: "Tja Götz, die Einschläge kommen näher." Typisch deutsch, auch für den Marsch durchs Leben und damit auf sein Ende zu, Kriegsbilder. Die aber haften gut, auch mir fällt dieser Satz immer wieder ein. Je älter man wird, um so häufiger hört man von Tod. Da hilft es auch nicht, in einem Beruf zu sein, in dem der Tod immer mit dabei ist.
Doch die Nachricht vom frühen Tode Solveig Dommartins schlug bei mir ein, nicht nur in der Nähe, und nicht weil sie nur acht Jahre älter wurde als ich heute bin. Ich hätte dieser Frau noch Leben gewünscht und uns ihr Gesicht und ihre Stimme auf der Leinwand.
Unsterblich ist sie längst.
Wie alle im "Himmel über Berlin" und in "In weiter Ferne so nah" spielte sie sich zum Teil selbst. Der erste Film ist die Geschichte eines Engels der wegen ihr zum Mensch wird. Gespielt wird das Ganze durch Menschen, die engelhaftes haben, die verkörperlichen können, was sonst ein Ahnen ist.
Man muss Bruno Ganz nur lesen hören, Otto Sander nur spielen sehen oder einfach in die unglaublich schöne Fresse von Peter Falk glotzen, schon spüren wir, das da mehr ist, als wir mit Tickets kaufen könnten.
Da wir Menschen sind und immer nur Menschen Menschen von sich selbst befreien werden, müssen wir arbeiten. Und hier der unglaubliche Doppelsinn. Die Schauspielerin Dommartin hat sich für die Szenen, in der Marion die menschliche Arbeit zum Engel hin zeigt, nicht doubeln lassen. Über Monate trainierte sie am Trapez. Menschsein ist Leben und Leben ist Arbeit.
Im Film ist das manchmal anders. Da wird auch gezaubert. Das ist das schöne an ihnen und Wenders zeigt im Film auch das Zeigen. Die Engel kommen traumhaft einfach so angeschwebt und machen die Innenwelt der Menschen hörbar. Schon das genial. Sie kommen von irgendwo.
Die Verbindung zwischen Engel und Mensch sehen wir zuerst in Peter Falk, der ein "ehemaliger" Engel ist. Und wir sehen ihn bei der menschlichsten aller Tätigkeiten, bei der Arbeit. Doch man merkt nicht, dass Falk arbeitet. Genau so wie man im zweiten Teil nicht bemerkt, wie hart Damiel arbeiten muss. Er sitzt, grässlich schön und glücklich singend, auf seinem lustigen Dreirad und fährt die Pizza aus, damit seine Frau Marion, gespielt von Solveig Dommartin, Zeit hat, mit ihrer Tochter am Trapez zu üben. Unglaubliche Szenen. Als ich das mit der Frau sah, mit der ich den hoffentlich langen Rest des Lebens verbringe, hatte ich Tränen in den Augen. Auch wenn er noch so stark ist, soll einer meine Sinne im Leben sein, dieser Frau den Rücken freizuhalten und zu stärken, damit sie genügend Raum hat, einem Kind zu zeigen, was man wissen muss, um wahrhaftig zu sein. Von mir kommen dann noch Wärme, Spass und der Duft von f6.
Die wichtigste Rolle in diesem Film und deshalb wohl kriege ich mich nicht mehr ein, hatte Solveig Dommartin. Falk war schon Engel, Ganz und Sander sind Engel, sie und Curt Bois (der Erzähler) sind die beiden MENSCHEN die schon auf Erden und zu Lebzeiten Engel sind. Und das durch Arbeit. Sie spielt den Engel am Trapez, die Frau die (ganz Mensch) mit angeklebten Flügeln Angst hat abzustürzen. Und sie zeigt, wie man als Mensch fliegen kann. Durch Arbeit! Die wichtigste Figur ist nicht der menschwerdende Engel, sondern der engelhafte Mensch in den sich sogar die Engel verlieben. Cassiel scheitert im zweiten Teil am Menschsein. Er hatte keine Marion.
Wie viele Cassiels scheitern in unserer Welt. Auch bei mir war es knapp. Ich glaube an Engel seit ich einen Menschen traf, der durch harte, sehr, sehr harte Arbeit an sich, andere mitnimmt zu Flügen von denen sie bisher nichts ahnten.
Darum heisst es: Arbeit. Arbeit am Menschsein. Dann sind wir auch Engel. Und immer für andere!
Nie nur für uns.
Ich erzählte mal einem Pater und Bruder vom Eindruck, den mir dieser Film gemacht hatte und von einer Frau, die mich fragte, ob ich denn nicht spüre, wie meine Engel mich beschützen. Ich erzählte ihm auch von Dummheiten, die ich mit Menschen, Frauen und Seelen gemacht hatte.
Der Pater wurde sehr ernst und sagte: "Auch du bist ein Engel. Aber du fällst!" Dann schickte er mich beten. Ich glaubte zu verstehen und bekam einen riesigen Schreck. Der gefallene Engel...
Denke ich heute an den Film, kann ich den Fall auch anders sehen.
Meine Rüstung ist nun verkauft. Nun heisst es arbeiten. Am Mensch sein.
Ich bin traurig, dass Solveig Dommartin tot ist, auch wenn sie unsterblich bleibt.
Das Leben ist grausam, besonders wenn es nicht mehr da ist.
Leben wir. Tot sein können wir noch lange genug.
Doch die Nachricht vom frühen Tode Solveig Dommartins schlug bei mir ein, nicht nur in der Nähe, und nicht weil sie nur acht Jahre älter wurde als ich heute bin. Ich hätte dieser Frau noch Leben gewünscht und uns ihr Gesicht und ihre Stimme auf der Leinwand.
Unsterblich ist sie längst.
Wie alle im "Himmel über Berlin" und in "In weiter Ferne so nah" spielte sie sich zum Teil selbst. Der erste Film ist die Geschichte eines Engels der wegen ihr zum Mensch wird. Gespielt wird das Ganze durch Menschen, die engelhaftes haben, die verkörperlichen können, was sonst ein Ahnen ist.
Man muss Bruno Ganz nur lesen hören, Otto Sander nur spielen sehen oder einfach in die unglaublich schöne Fresse von Peter Falk glotzen, schon spüren wir, das da mehr ist, als wir mit Tickets kaufen könnten.
Da wir Menschen sind und immer nur Menschen Menschen von sich selbst befreien werden, müssen wir arbeiten. Und hier der unglaubliche Doppelsinn. Die Schauspielerin Dommartin hat sich für die Szenen, in der Marion die menschliche Arbeit zum Engel hin zeigt, nicht doubeln lassen. Über Monate trainierte sie am Trapez. Menschsein ist Leben und Leben ist Arbeit.
Im Film ist das manchmal anders. Da wird auch gezaubert. Das ist das schöne an ihnen und Wenders zeigt im Film auch das Zeigen. Die Engel kommen traumhaft einfach so angeschwebt und machen die Innenwelt der Menschen hörbar. Schon das genial. Sie kommen von irgendwo.
Die Verbindung zwischen Engel und Mensch sehen wir zuerst in Peter Falk, der ein "ehemaliger" Engel ist. Und wir sehen ihn bei der menschlichsten aller Tätigkeiten, bei der Arbeit. Doch man merkt nicht, dass Falk arbeitet. Genau so wie man im zweiten Teil nicht bemerkt, wie hart Damiel arbeiten muss. Er sitzt, grässlich schön und glücklich singend, auf seinem lustigen Dreirad und fährt die Pizza aus, damit seine Frau Marion, gespielt von Solveig Dommartin, Zeit hat, mit ihrer Tochter am Trapez zu üben. Unglaubliche Szenen. Als ich das mit der Frau sah, mit der ich den hoffentlich langen Rest des Lebens verbringe, hatte ich Tränen in den Augen. Auch wenn er noch so stark ist, soll einer meine Sinne im Leben sein, dieser Frau den Rücken freizuhalten und zu stärken, damit sie genügend Raum hat, einem Kind zu zeigen, was man wissen muss, um wahrhaftig zu sein. Von mir kommen dann noch Wärme, Spass und der Duft von f6.
Die wichtigste Rolle in diesem Film und deshalb wohl kriege ich mich nicht mehr ein, hatte Solveig Dommartin. Falk war schon Engel, Ganz und Sander sind Engel, sie und Curt Bois (der Erzähler) sind die beiden MENSCHEN die schon auf Erden und zu Lebzeiten Engel sind. Und das durch Arbeit. Sie spielt den Engel am Trapez, die Frau die (ganz Mensch) mit angeklebten Flügeln Angst hat abzustürzen. Und sie zeigt, wie man als Mensch fliegen kann. Durch Arbeit! Die wichtigste Figur ist nicht der menschwerdende Engel, sondern der engelhafte Mensch in den sich sogar die Engel verlieben. Cassiel scheitert im zweiten Teil am Menschsein. Er hatte keine Marion.
Wie viele Cassiels scheitern in unserer Welt. Auch bei mir war es knapp. Ich glaube an Engel seit ich einen Menschen traf, der durch harte, sehr, sehr harte Arbeit an sich, andere mitnimmt zu Flügen von denen sie bisher nichts ahnten.
Darum heisst es: Arbeit. Arbeit am Menschsein. Dann sind wir auch Engel. Und immer für andere!
Nie nur für uns.
Ich erzählte mal einem Pater und Bruder vom Eindruck, den mir dieser Film gemacht hatte und von einer Frau, die mich fragte, ob ich denn nicht spüre, wie meine Engel mich beschützen. Ich erzählte ihm auch von Dummheiten, die ich mit Menschen, Frauen und Seelen gemacht hatte.
Der Pater wurde sehr ernst und sagte: "Auch du bist ein Engel. Aber du fällst!" Dann schickte er mich beten. Ich glaubte zu verstehen und bekam einen riesigen Schreck. Der gefallene Engel...
Denke ich heute an den Film, kann ich den Fall auch anders sehen.
Meine Rüstung ist nun verkauft. Nun heisst es arbeiten. Am Mensch sein.
Ich bin traurig, dass Solveig Dommartin tot ist, auch wenn sie unsterblich bleibt.
Das Leben ist grausam, besonders wenn es nicht mehr da ist.
Leben wir. Tot sein können wir noch lange genug.
Rest des Lebens
Von heute an
So lang wie breit und nötig
Will ich Pizza ausfahren
Schuhe putzen
Gedichte schreiben
Damit du einem Kind
Lehren kannst
Zu sein wie du
Abends will ich
Müde bei ihm liegen
Bis der Engel es küsst
Und du mich weckst
Um dich an meine
Liebe zu lehnen
Für einen neuen
Tag
An dem das Kind
Von uns lernt
Mensch zu sein
Der von Engeln weiss
So lang wie breit und nötig
Will ich Pizza ausfahren
Schuhe putzen
Gedichte schreiben
Damit du einem Kind
Lehren kannst
Zu sein wie du
Abends will ich
Müde bei ihm liegen
Bis der Engel es küsst
Und du mich weckst
Um dich an meine
Liebe zu lehnen
Für einen neuen
Tag
An dem das Kind
Von uns lernt
Mensch zu sein
Der von Engeln weiss
Peter Handke - Als das Kind Kind war
Für Solveig Dommartin
29.Juli 1958 - 11.Januar 2007
Peter Handke
Lied Vom Kindsein
Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sei ein Fluß,
der Fluß sei ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.
Als das Kind Kind war,
wußte es nicht,
daß es Kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle Seelen waren eins.
Als das Kind Kind war,
hatte es von nichts eine Meinung,
hatte keine Gewohnheit,
saß oft im Schneidersitz,
lief aus dem Stand,
hatte einen Wirbel im Haar
und machte kein Gesicht beim fotografieren.
Als das Kind Kind war,
war es die Zeit der folgenden Fragen:
Warum bin ich ich und warum nicht du?
Warum bin ich hier und warum nicht dort?
Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?
Ist das Leben unter der Sonne nicht bloß ein Traum?
Ist was ich sehe und höre und rieche nicht bloß der Schein einer Welt vor der Welt?
Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,
die wirklich die Bösen sind?
Wie kann es sein,
daß ich, der ich bin, bevor ich wurde, nicht war,
und daß einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?
Als das Kind Kind war,
würgte es am Spinat,
an den Erbsen,
am Milchreis,
und am gedünsteten Blumenkohl.
und ißt jetzt das alles und nicht nur zur Not.
Als das Kind Kind war,
erwachte es einmal in einem fremden Bett
und jetzt immer wieder,
erschienen ihm viele Menschen schön
und jetzt nur noch im Glücksfall,
stellte es sich klar ein Paradies vor
und kann es jetzt höchstens ahnen,
konnte es sich Nichts nicht denken
und schaudert heute davor.
Als das Kind Kind war,
spielte es mit Begeisterung
und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals,
nur noch, wenn diese Sache seine Arbeit ist.
Als das Kind Kind war,
genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,
und so ist es immer noch.
Als das Kind Kind war,
fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand
und jetzt immer noch,
machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge
und jetzt immer noch,
hatte es auf jedem Berg die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,
und in jeder Stadt die Sehnsucht nach der noch größeren Stadt,
und das ist immer noch so,
griff im Wipfel eines Baums nach dem Kirschen in einem Hochgefühl
wie auch heute noch,
eine Scheu vor jedem Fremden
und hat sie immer noch,
wartete es auf den ersten Schnee,
und wartet so immer noch.
Als das Kind Kind war,
warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,
und sie zittert da heute noch.
Donnerstag, 18. Januar 2007
Sturm
Sturm biegt Bäume tief
Markisen schlagen
Jalousien rütteln
An ihren Ankern
Müll liegt in der Luft
Menschen jagen
Hüte tanzen
Ihnen davon
Hinter der Scheibe
Sitze ich warm
Und schreibe still
Einen Sturm
Markisen schlagen
Jalousien rütteln
An ihren Ankern
Müll liegt in der Luft
Menschen jagen
Hüte tanzen
Ihnen davon
Hinter der Scheibe
Sitze ich warm
Und schreibe still
Einen Sturm
Befreien
Ein wacher Blick
Auf Dich
Ein offenes Ohr
Für Dich
Anwesend sein
In Dir
Befreit Wissen
Aus Dir
Von dem
Wusstest du
Auch nicht
Bis eben
Die Lippen
Auf Dir
Die Zunge
In dir
Mein Körper
Für Dich
Befreit Laute
Aus Dir
Von denen
Hörten wir
Auch nicht
Bis eben
Auf Dich
Ein offenes Ohr
Für Dich
Anwesend sein
In Dir
Befreit Wissen
Aus Dir
Von dem
Wusstest du
Auch nicht
Bis eben
Die Lippen
Auf Dir
Die Zunge
In dir
Mein Körper
Für Dich
Befreit Laute
Aus Dir
Von denen
Hörten wir
Auch nicht
Bis eben
Mittwoch, 17. Januar 2007
Karmahygiene 3
Manchmal schlafe ich
Nicht
Neben dir
Weil du mich
Nimmst
Oder bleibe
Wach
Neben dir
Weil du mich
Lässt
In beiden Fällen
Bin ich es
Der nicht
Zur Ruhe
Kommt
http://vom-herrn.blogspot.com/2007/01/karmahygiene-2.html
Nicht
Neben dir
Weil du mich
Nimmst
Oder bleibe
Wach
Neben dir
Weil du mich
Lässt
In beiden Fällen
Bin ich es
Der nicht
Zur Ruhe
Kommt
http://vom-herrn.blogspot.com/2007/01/karmahygiene-2.html
Nacht unterm blauen Haus 3
Die Glocken
Zerhacken
Die Nacht mir
Die wache
Es tönt
Aus der Stadt
Und herüber
Vom Bache
Ich zähle die
Schläge
Einen nach
Dem anderen
Und würde
So gerne
Die Träume
Durchwandern
http://vom-herrn.blogspot.com/2007/01/zeit-und-moment.html
http://vom-herrn.blogspot.com/2007/01/unterm-blauen-haus-2.html
Zerhacken
Die Nacht mir
Die wache
Es tönt
Aus der Stadt
Und herüber
Vom Bache
Ich zähle die
Schläge
Einen nach
Dem anderen
Und würde
So gerne
Die Träume
Durchwandern
http://vom-herrn.blogspot.com/2007/01/zeit-und-moment.html
http://vom-herrn.blogspot.com/2007/01/unterm-blauen-haus-2.html
Dienstag, 16. Januar 2007
Lourdes Grotte in Ü.
In den Fels
Geschlagen
Die Grotte
An den Wänden
Tafeln
Die von Angst
Und Dank
Zeugen
Wer dort betet
Kniet auf Kies
Von Kerzen beschienen
Von der Madonna beäugt
Unser erster Kuss
So rein wie wir
In dieser dunklen
Stunde
Unserer Leben
In der wir
Andere betrügen
An diesem hellen Abend
Der Anfang eines
Lebens wird
Von da an
Zeichen Gottes
Bei jedem unserer
Schritte weiter
Auch wenn wir
Mit unserem Glück
Andere fast töten.
Geschlagen
Die Grotte
An den Wänden
Tafeln
Die von Angst
Und Dank
Zeugen
Wer dort betet
Kniet auf Kies
Von Kerzen beschienen
Von der Madonna beäugt
Unser erster Kuss
So rein wie wir
In dieser dunklen
Stunde
Unserer Leben
In der wir
Andere betrügen
An diesem hellen Abend
Der Anfang eines
Lebens wird
Von da an
Zeichen Gottes
Bei jedem unserer
Schritte weiter
Auch wenn wir
Mit unserem Glück
Andere fast töten.
Schnell leben - Jung sterben
Kann ich
Schon nicht
Mehr
Viel sein
Tief leben
Wahr werden
Kann ich noch
Jung sterben
Will ich
Mit
Neunzig
Schon nicht
Mehr
Viel sein
Tief leben
Wahr werden
Kann ich noch
Jung sterben
Will ich
Mit
Neunzig
Montag, 15. Januar 2007
Gott physikalisch
Mit dem Rücken
Zueinander
Beginnt ihr
Das Stück
Schon das ein
Wunder
Da läufst du
In die Tiefe
Des Chores
Besteigst den Altar
Beginnst vorm
Tabernakel
Das Diminuieren
Dein Partner
Vorn im Schiff
Weiss
Wann er früher
Spielen muss
Damit ihr für uns
Eins seid
Physik scheint
Das Wunder
Zu machen
Nur woher
Weiss er
Wo du grad
Läufst
Zueinander
Beginnt ihr
Das Stück
Schon das ein
Wunder
Da läufst du
In die Tiefe
Des Chores
Besteigst den Altar
Beginnst vorm
Tabernakel
Das Diminuieren
Dein Partner
Vorn im Schiff
Weiss
Wann er früher
Spielen muss
Damit ihr für uns
Eins seid
Physik scheint
Das Wunder
Zu machen
Nur woher
Weiss er
Wo du grad
Läufst
Danke für das Jetzt vorgestern
Du sagst
Der Moment
Habe dich
Gestreichelt
Als uns
Das Jetzt
Durch deine Flöte
In sich zog
In einen Raum
In dem man
Schulter an Schulter
Mit Gott sitzt
Dir zu lauschen
Andere bekommen
Die Gänsehaut
Nochmal
Reden sie mir
Später
Von Diesem Moment
Von dem du zeigen kannst
Wo er dich berührte
Du fülltest die Räume
Mit Klang
Im Klang wuchs Raum
Für Gott
Durch dich
Danke
Der Moment
Habe dich
Gestreichelt
Als uns
Das Jetzt
Durch deine Flöte
In sich zog
In einen Raum
In dem man
Schulter an Schulter
Mit Gott sitzt
Dir zu lauschen
Andere bekommen
Die Gänsehaut
Nochmal
Reden sie mir
Später
Von Diesem Moment
Von dem du zeigen kannst
Wo er dich berührte
Du fülltest die Räume
Mit Klang
Im Klang wuchs Raum
Für Gott
Durch dich
Danke
Samstag, 13. Januar 2007
Das Jetzt später
Du näherst dich
Einem Jetzt
In dem du
In dich fällst
Das Jetzt später
Wirst du sein
Du wirst Jetzt
Werden
Und alle werden
Wir
Es hören dürfen
Dich als Jetzt
Später
Einem Jetzt
In dem du
In dich fällst
Das Jetzt später
Wirst du sein
Du wirst Jetzt
Werden
Und alle werden
Wir
Es hören dürfen
Dich als Jetzt
Später
Freitag, 12. Januar 2007
Katzen im Föhn
Beim Rauchen im Föhn
Läuft mir eine Katze
Durch die Beine
Weiss-Schwarz.
Ist es die aus dem Haus
Die neue von oben
Die immer spielen kommt
Schwarz-Weiss?
Läuft mir eine Katze
Durch die Beine
Weiss-Schwarz.
Ist es die aus dem Haus
Die neue von oben
Die immer spielen kommt
Schwarz-Weiss?
Donnerstag, 11. Januar 2007
J.W.G. -Prometheus
Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn!
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte,
Die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.
Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch Götter.
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.
Da ich ein Kind war,
Nicht wußte, wo aus, wo ein,
Kehrte mein verirrtes Aug
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.
Wer half mir wider
Der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du's nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden dadroben?
Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herren und deine?
Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehn,
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blütenträume reiften?
Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, weinen,
Genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich.
prometheus beim herrn ü.
Mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn!
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte,
Die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.
Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch Götter.
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.
Da ich ein Kind war,
Nicht wußte, wo aus, wo ein,
Kehrte mein verirrtes Aug
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.
Wer half mir wider
Der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du's nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden dadroben?
Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herren und deine?
Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehn,
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blütenträume reiften?
Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, weinen,
Genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich.
prometheus beim herrn ü.
Doppelsinn und Kreisverkehr
Du wirst mich treffen
Wenn du deiner Wege gehst
Nächstes Flauto! Konzert am Samstag den 13. Januar 20.00 Uhr Kapuzinerkirche Fribourg
Wenn du deiner Wege gehst
Nächstes Flauto! Konzert am Samstag den 13. Januar 20.00 Uhr Kapuzinerkirche Fribourg
Mittwoch, 10. Januar 2007
Texte um Meditationen herum
Das erlebte (leider) wer Anderes sehr geübtes bei Fingermudras und Versenkung im Zug. Ich erzähle es nur weiter...
Die Spirale
Und wieder das weisse Zimmer, durch das du dieses Mal nicht durchgehst, welches dein Licht nur vorweg nimmt, bevor es auf Wiesen an Findlingen wiederkehrt.
Das Zimmer ist ganz aus mattem und doch durchschaubarem Weiss, strahlend und heimelig, zentriert und überall zugleich. Du siehst dich selbst am Boden einen Strich mit Kreide ziehen.
Du bist die Kreide selbst.
Weiss auf Weiss.
Und malst dir eine Schnecke, eine Spirale, malst dich von aussen nach innen immer enger werdend auf deine Mitte zu. In dem Moment, wo du selbst Punkt bist, die Reise um dich selbst aufhört, fällst du selbst durch dich, die stehende Kreide und wie als würdest du durch eine Lupe sehen, geht das Universum auf in dem du genau so gross bist, wie es selbst und du fährst weiter im unendlichen Schwarz deine wieder enger werdenden Kreise.
Der Moment der äussersten Komprimierung und der maximalen Ausdehnung in einem. Den
U R K N A L L
erlebst du nebenher, durchfährst ihn einfach. Auch er ein Bild und keins von dir. Das brauchst du nicht, du bist kein Physiker.
Weiter ziehst du Kreide deine Kreise enger werdend in einem neuen Universum, dessen Alter dich nicht interessiert, da es jetzt ist. Und du erkennst, wohin es geht. Der blaue Ball das ist die Erde. Wie ein besoffner Engel kommst du Kreise ziehende Kreide der Erde, deiner Heimatkugel schnell näher. Du könnstest auch auf jeden anderen Planeten landen, nur gibt es dort keine Bälle mit denen du Planeten spielen könntest...
Enger werdend stürzt du Spirale immer schneller auf die Erde. Der Kreidestrich ist wie die Dampffahne eines Düsenflugzeuges, eines welches abstürzt. Immer schneller näherst du dich. Du erkennst Europa, die Schweiz, die richtigen Berge und Seen, siehst einen Zug über Gleise rasen, siehst dich tief in das Polster gedrückt und schlägst sanft genau in deiner Mitte ein. Warm und weich bist du in dir gelandet. Dir ist wie nach einem Orgasmus, ohne das es einer war und weisst es gibt so viel mehr auf der Welt, als das was man zählen kann. Du bist dein Licht.
Was willst du mehr?
Nächstes Flauto! Konzert am Samstag den 13. Januar 20.00 Uhr Kapuzinerkirche Fribourg
Die Spirale
Und wieder das weisse Zimmer, durch das du dieses Mal nicht durchgehst, welches dein Licht nur vorweg nimmt, bevor es auf Wiesen an Findlingen wiederkehrt.
Das Zimmer ist ganz aus mattem und doch durchschaubarem Weiss, strahlend und heimelig, zentriert und überall zugleich. Du siehst dich selbst am Boden einen Strich mit Kreide ziehen.
Du bist die Kreide selbst.
Weiss auf Weiss.
Und malst dir eine Schnecke, eine Spirale, malst dich von aussen nach innen immer enger werdend auf deine Mitte zu. In dem Moment, wo du selbst Punkt bist, die Reise um dich selbst aufhört, fällst du selbst durch dich, die stehende Kreide und wie als würdest du durch eine Lupe sehen, geht das Universum auf in dem du genau so gross bist, wie es selbst und du fährst weiter im unendlichen Schwarz deine wieder enger werdenden Kreise.
Der Moment der äussersten Komprimierung und der maximalen Ausdehnung in einem. Den
U R K N A L L
erlebst du nebenher, durchfährst ihn einfach. Auch er ein Bild und keins von dir. Das brauchst du nicht, du bist kein Physiker.
Weiter ziehst du Kreide deine Kreise enger werdend in einem neuen Universum, dessen Alter dich nicht interessiert, da es jetzt ist. Und du erkennst, wohin es geht. Der blaue Ball das ist die Erde. Wie ein besoffner Engel kommst du Kreise ziehende Kreide der Erde, deiner Heimatkugel schnell näher. Du könnstest auch auf jeden anderen Planeten landen, nur gibt es dort keine Bälle mit denen du Planeten spielen könntest...
Enger werdend stürzt du Spirale immer schneller auf die Erde. Der Kreidestrich ist wie die Dampffahne eines Düsenflugzeuges, eines welches abstürzt. Immer schneller näherst du dich. Du erkennst Europa, die Schweiz, die richtigen Berge und Seen, siehst einen Zug über Gleise rasen, siehst dich tief in das Polster gedrückt und schlägst sanft genau in deiner Mitte ein. Warm und weich bist du in dir gelandet. Dir ist wie nach einem Orgasmus, ohne das es einer war und weisst es gibt so viel mehr auf der Welt, als das was man zählen kann. Du bist dein Licht.
Was willst du mehr?
Nächstes Flauto! Konzert am Samstag den 13. Januar 20.00 Uhr Kapuzinerkirche Fribourg
Dienstag, 9. Januar 2007
Eben ein Bidet
Nochmal für Sophie
Da steht nun ein Gedicht
Seit gestern in der Welt
Es ist nicht so dass es
Mir wirklich gut gefällt
Heut halte ich Gericht
Über die Reimerei
Lass ich es trotzdem stehn
Ist es mir einerlei
Die Grösse im Verzicht
Ist (noch) nicht meine Art
Die Freude war doch echt
Der Rest halt nicht so smart
Das hier ist mein Bericht
Getreulich Tag für Tag
Da kommt es auch mal dünn
Auch wenn ich Sophie mag.
Nächstes Flauto! Konzert am Samstag den 13. Januar 20.00 Uhr Kapuzinerkirche Fribourg
Da steht nun ein Gedicht
Seit gestern in der Welt
Es ist nicht so dass es
Mir wirklich gut gefällt
Heut halte ich Gericht
Über die Reimerei
Lass ich es trotzdem stehn
Ist es mir einerlei
Die Grösse im Verzicht
Ist (noch) nicht meine Art
Die Freude war doch echt
Der Rest halt nicht so smart
Das hier ist mein Bericht
Getreulich Tag für Tag
Da kommt es auch mal dünn
Auch wenn ich Sophie mag.
Nächstes Flauto! Konzert am Samstag den 13. Januar 20.00 Uhr Kapuzinerkirche Fribourg
Montag, 8. Januar 2007
Botschafterin des Lachens in die Welt
Für Sophie
Ich kenn dich
Nicht
Doch sah Dich
Lachen
Und sprech
Die schöne Sprache
Nicht
Die aus dir
Sprudelt
Und lache
Sprudelnd
Weg von dir
Und kenne dich
Und nehm dich mit
Du bist von uns
Den Lachenden
Denn du
Steckst an
Und ich verstehe
Deine Freundin
Meine Frau
Mal wieder sehr
Ich kenn dich
Nicht
Doch sah Dich
Lachen
Und sprech
Die schöne Sprache
Nicht
Die aus dir
Sprudelt
Und lache
Sprudelnd
Weg von dir
Und kenne dich
Und nehm dich mit
Du bist von uns
Den Lachenden
Denn du
Steckst an
Und ich verstehe
Deine Freundin
Meine Frau
Mal wieder sehr
Schweigen
Wenn ich sage
Du bist mir
Die grösste
Herausforderung
Und das grösste
Glück
Im Leben
Heisst das
Schweigen
Lernen
Du bist mir
Die grösste
Herausforderung
Und das grösste
Glück
Im Leben
Heisst das
Schweigen
Lernen
Samstag, 6. Januar 2007
Knoten im Kopf
Wir treffen uns
JETZT
Um für ein
MORGEN
Zu proben
An dem wir
Sagen werden
Dass es kein
GESTERN
Gab
Aua
Nur wenn wir
JETZT
Im
JETZT
Sind
Können wir für
MORGEN
Proben
Ohne
GESTERN
Zu sein
JETZT
Um für ein
MORGEN
Zu proben
An dem wir
Sagen werden
Dass es kein
GESTERN
Gab
Aua
Nur wenn wir
JETZT
Im
JETZT
Sind
Können wir für
MORGEN
Proben
Ohne
GESTERN
Zu sein
Weltsicht
Wie
Ich der Welt
Begegne
Ist wichtiger
Für sie
Als mein
Leiden an ihr
Meine
Heiterkeit
Ändert sie
Nicht ihr
Lärm mich
Und auch
Nicht Gottes
Stille
Der lacht
Nur leise
Über uns.
Ich der Welt
Begegne
Ist wichtiger
Für sie
Als mein
Leiden an ihr
Meine
Heiterkeit
Ändert sie
Nicht ihr
Lärm mich
Und auch
Nicht Gottes
Stille
Der lacht
Nur leise
Über uns.
Freitag, 5. Januar 2007
Diminutionen zu meditativen Texten 3
3
Buddha lehrt, die Wurzeln allen Leidens sei unser Wünschen und Wollen. Der Verlust der Gegenwart, des jetzigen Moments, ist der Verlust des Seins.
Hermann Hesse:
Glück
Solang du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebste dein.
Solang du um Verlornes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt Du noch nicht, was Friede ist.
Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,
Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.
Buddha lehrt, die Wurzeln allen Leidens sei unser Wünschen und Wollen. Der Verlust der Gegenwart, des jetzigen Moments, ist der Verlust des Seins.
Hermann Hesse:
Glück
Solang du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebste dein.
Solang du um Verlornes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt Du noch nicht, was Friede ist.
Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,
Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.
Diminutionen zu meditativen Texten 2
2
Frei zu sein von Zeit bedeutet, frei zu sein von dem Bedürfnis nach Vergangenheit und Zukunft.
Zeit sind Bilder ausserhalb des Jetzt
Frei sein von Zeit bedeutet die grundlegenste Umwandlung, die grundlegenste Reformation des Bewusstsein.
Ein Schritt auf Gott zu. Ein Schritt vom Mensch weg. Gott ist nicht nett.
Wenn jede Zelle unseres Körpers so präsent ist, dass sie mit Lebendigkeit pulsiert und wenn wir diese Lebendigkeit als Freude des Seins fühlen können, dann sind wir frei von Zeit.
Freude im Sein im Leiden an der Welt
Zeit ist
Was nicht jetzt
Geschieht
Zeit geschieht
Nie
Zeit ist
Aus der Zeit
Gehen wir auf
Gott zu
Vom Mensch weg
Gott ist nicht
Nett
Freude im Sein
Habe ich im
Leiden
An der Welt
Und im Lachen
Darüber
Flauto! Konzerttermine
Frei zu sein von Zeit bedeutet, frei zu sein von dem Bedürfnis nach Vergangenheit und Zukunft.
Zeit sind Bilder ausserhalb des Jetzt
Frei sein von Zeit bedeutet die grundlegenste Umwandlung, die grundlegenste Reformation des Bewusstsein.
Ein Schritt auf Gott zu. Ein Schritt vom Mensch weg. Gott ist nicht nett.
Wenn jede Zelle unseres Körpers so präsent ist, dass sie mit Lebendigkeit pulsiert und wenn wir diese Lebendigkeit als Freude des Seins fühlen können, dann sind wir frei von Zeit.
Freude im Sein im Leiden an der Welt
Zeit ist
Was nicht jetzt
Geschieht
Zeit geschieht
Nie
Zeit ist
Aus der Zeit
Gehen wir auf
Gott zu
Vom Mensch weg
Gott ist nicht
Nett
Freude im Sein
Habe ich im
Leiden
An der Welt
Und im Lachen
Darüber
Flauto! Konzerttermine
Diminutionen zu meditativen Texten
1
Ein Mehr an Zeit kann uns nicht von der Zeit befreien.
In einem Meer der Zeit ersaufen wir inmitten der Wüste Welt
Jeder Ton wird aus Stille geboren und stirbt in Stille zurück.
Dazwischen hört man Gott
Nichts auf der Welt gleicht Gott wie die Stille.
Wenn Gott schweigt.
Die Stille ermöglicht dem Ton zu sein.
Gott ermöglicht Gott zu sein.Durch uns.Gäbe es Gott ohne uns? Im Schöpfen sind wir ihm gleich. Nur kann er besser schweigen.
Was ist Stille anderes als Gegenwärtigkeit?
Ja, Gott ist der Moment.
Nichts echtes kann bedroht werden, nichts unechtes existiert.
Die Jahre der Gerechten. Nur echtes hat bestand, alles unechte fällt. Sieh hin! Sie auf! Wisse warum du Staub frisst! Der Lohn der Lügen ist plappernder Dreck. Darum staubt es dir aus dem Maul, wenn du sprichst. Lerne schweigen Lügner, dann wirst du wahr.
In einem Meer der Zeit
Ersaufen wir
Inmitten der Wüste Welt
Dazwischen hört man Gott
Wenn Gott schweigt
Ermöglicht er sich
Zu sein
Durch uns
Den es nicht gäbe
Ohne uns
Was nützt der Moment
Von dem man nicht
Weiss
Schweige Lügner
Behalt den Staub
Im Maul
Den du gefressen hast
Dann wirst du
Wahr
Flauto! Konzerttermine
Ein Mehr an Zeit kann uns nicht von der Zeit befreien.
In einem Meer der Zeit ersaufen wir inmitten der Wüste Welt
Jeder Ton wird aus Stille geboren und stirbt in Stille zurück.
Dazwischen hört man Gott
Nichts auf der Welt gleicht Gott wie die Stille.
Wenn Gott schweigt.
Die Stille ermöglicht dem Ton zu sein.
Gott ermöglicht Gott zu sein.Durch uns.Gäbe es Gott ohne uns? Im Schöpfen sind wir ihm gleich. Nur kann er besser schweigen.
Was ist Stille anderes als Gegenwärtigkeit?
Ja, Gott ist der Moment.
Nichts echtes kann bedroht werden, nichts unechtes existiert.
Die Jahre der Gerechten. Nur echtes hat bestand, alles unechte fällt. Sieh hin! Sie auf! Wisse warum du Staub frisst! Der Lohn der Lügen ist plappernder Dreck. Darum staubt es dir aus dem Maul, wenn du sprichst. Lerne schweigen Lügner, dann wirst du wahr.
In einem Meer der Zeit
Ersaufen wir
Inmitten der Wüste Welt
Dazwischen hört man Gott
Wenn Gott schweigt
Ermöglicht er sich
Zu sein
Durch uns
Den es nicht gäbe
Ohne uns
Was nützt der Moment
Von dem man nicht
Weiss
Schweige Lügner
Behalt den Staub
Im Maul
Den du gefressen hast
Dann wirst du
Wahr
Flauto! Konzerttermine
Führen
Schön ist ein Tanz
Auch durchs Leben
Vor
Zurück
Und
W-iiiiie-ge--schritt
Aufeinander zu
Voneinander weg
Gerade die Rücken
Und Arme weit hoch
Langsam über das Parkett
Welt
Rasend durch den Ballsaal
Zeit
Strahlend
Den Kopf im Nacken
Konzentriert
Fliegst du
Und Führst
Mich
Den Eintänzer
An der Nase
Durch die Tiefen
Auf die Höhe
Das ist schwer
Und Schön
Wie
Wachsen
Flauto! Konzerttermine
Auch durchs Leben
Vor
Zurück
Und
W-iiiiie-ge--schritt
Aufeinander zu
Voneinander weg
Gerade die Rücken
Und Arme weit hoch
Langsam über das Parkett
Welt
Rasend durch den Ballsaal
Zeit
Strahlend
Den Kopf im Nacken
Konzentriert
Fliegst du
Und Führst
Mich
Den Eintänzer
An der Nase
Durch die Tiefen
Auf die Höhe
Das ist schwer
Und Schön
Wie
Wachsen
Flauto! Konzerttermine
Der Greif
Stolz sitzt
Der Greif
Am Saum des Feldes
Auf seinem Holz - T
Jede Regung
In den Furchen
Im Mörderblick
Bevor er seine
Flügel weit
Über mich
Spannt
Mich umkreist
Weil ich ihn störe
Und hat doch nur
Hunger
Flauto! Konzerttermine
Der Greif
Am Saum des Feldes
Auf seinem Holz - T
Jede Regung
In den Furchen
Im Mörderblick
Bevor er seine
Flügel weit
Über mich
Spannt
Mich umkreist
Weil ich ihn störe
Und hat doch nur
Hunger
Flauto! Konzerttermine
Donnerstag, 4. Januar 2007
Gehoben aus dem Nichts
Gehoben aus dem Nichts
Ist Musik
Nichts
Wie das Nichts
Und alles
Wie das Nichts
Und mehr
Als Alles
Und
Nichts
Kennt sie ein
Wahres Mass
Sowenig wie die
Zeit
Flauto! Konzerttermine
Ist Musik
Nichts
Wie das Nichts
Und alles
Wie das Nichts
Und mehr
Als Alles
Und
Nichts
Kennt sie ein
Wahres Mass
Sowenig wie die
Zeit
Flauto! Konzerttermine
Mittwoch, 3. Januar 2007
Dienstag, 2. Januar 2007
Bewusstseinserweitert (ohne Droge)
I
Um
Bewusstsein
Zu Erweitern
Muss man
Es haben
Oder
Der Brei
Kocht einfach
Über
II
Wer mich
Erweitert
Kennt meine
Grenzen
Und schickt
Mich darüber
Hinaus aus
Dem
Bewusstsein
III
Woher ich
Komme
Schoss man
An den Grenzen
Auf Brüder
Und habe die
Kalaschnikov
Auf mich
Gerichtet
IV
In
Nächten
Wo du mich
Aufgelöst
Und
Erweitert
Neben mir
Liegen lässt
V
Sind mir
Deine Beine Eine
Meditation
Zwischen ihnen
Himmelpfort
Und
Weltenschlund
VI
An dem ich
Über mich
Wache
(kein doppelter schreibfehler)
Um
Bewusstsein
Zu Erweitern
Muss man
Es haben
Oder
Der Brei
Kocht einfach
Über
II
Wer mich
Erweitert
Kennt meine
Grenzen
Und schickt
Mich darüber
Hinaus aus
Dem
Bewusstsein
III
Woher ich
Komme
Schoss man
An den Grenzen
Auf Brüder
Und habe die
Kalaschnikov
Auf mich
Gerichtet
IV
In
Nächten
Wo du mich
Aufgelöst
Und
Erweitert
Neben mir
Liegen lässt
V
Sind mir
Deine Beine Eine
Meditation
Zwischen ihnen
Himmelpfort
Und
Weltenschlund
VI
An dem ich
Über mich
Wache
(kein doppelter schreibfehler)
Montag, 1. Januar 2007
Neujahrswunsch
Lang
Sei mein Wunsch
Für Euch
Wie ein Flötenton
Von einer laufenden
Frau
Vor einem Altar
Aus brauem Holz
Gehalten
Warm
Ist mein Wunsch
Für Euch
Wie dieser Ton
Der Gott weinen
Lässt
Um seinen fetten
Sohn aus Gips
In der Krippe
Demut
Ist mein Wunsch
Für Euch
Vor denen zu knien
Die Gott
Zum Weinen
Bringen
Sei mein Wunsch
Für Euch
Wie ein Flötenton
Von einer laufenden
Frau
Vor einem Altar
Aus brauem Holz
Gehalten
Warm
Ist mein Wunsch
Für Euch
Wie dieser Ton
Der Gott weinen
Lässt
Um seinen fetten
Sohn aus Gips
In der Krippe
Demut
Ist mein Wunsch
Für Euch
Vor denen zu knien
Die Gott
Zum Weinen
Bringen
Sonntag, 31. Dezember 2006
Der Dank ans Jahr
Das endende und das beginnende Jahr sind nur Masse der Zeit.
Trotzdem bedanke ich mich bei dem, der/die/das mich dieses letzte, dieses verrückte 2006, mein vierzigstes, mein bestes Jahr bisher, erleben liess. Ich höre eine Flöte nebenan und weiss, mein Glück wird noch nicht enden. Und wünsche all denen Glück, die durch das Leben gespiegelt, an sich selbst verzweifeln wollen. All denen, die ihre Häfen noch nicht oder grade nicht mehr haben. All denen auf hoher See. Denen im Sturm.
Auch ich kreise noch um den Leuchtturm, ungeduldig auf Reede.
Es gibt nicht nur die Stunde der Gerechten.
Man sagte mir, es kämen nun (nach einem alten Mayakalender, der sich einen Scheiss um Julius Cäsar kümmert) die Jahre der Wahrheit.
Die Jahre der Gerechten.
Sehe ich um mich das Straucheln der Lügner an sich selbst, spüre ich ihren Anfang.
Es kommen gute Jahre!
Für die, die klar und ehrlich sind.
Mit sich und allen anderen.
GESUNDES NEUES JAHR
Trotzdem bedanke ich mich bei dem, der/die/das mich dieses letzte, dieses verrückte 2006, mein vierzigstes, mein bestes Jahr bisher, erleben liess. Ich höre eine Flöte nebenan und weiss, mein Glück wird noch nicht enden. Und wünsche all denen Glück, die durch das Leben gespiegelt, an sich selbst verzweifeln wollen. All denen, die ihre Häfen noch nicht oder grade nicht mehr haben. All denen auf hoher See. Denen im Sturm.
Auch ich kreise noch um den Leuchtturm, ungeduldig auf Reede.
Es gibt nicht nur die Stunde der Gerechten.
Man sagte mir, es kämen nun (nach einem alten Mayakalender, der sich einen Scheiss um Julius Cäsar kümmert) die Jahre der Wahrheit.
Die Jahre der Gerechten.
Sehe ich um mich das Straucheln der Lügner an sich selbst, spüre ich ihren Anfang.
Es kommen gute Jahre!
Für die, die klar und ehrlich sind.
Mit sich und allen anderen.
GESUNDES NEUES JAHR
Texte um Meditationen herum - Der Weg zur Pyramide
Die Pyramide.
Man hat mir sagen müssen, dass ich auf einem Weg zu ihr gehen soll, der meiner ist und sein kann, so wie ich es mag.
Glatter Asphalt, ein staubiger durch Felder, steinig den Berg hinauf oder hinab.
Wie mag ich es denn?
Wie ich mich frage ist er da. Ich kenne ihn, es ist ein Weg von früher. Von ganz früher. Mit meinem Vater ging ich ihn, in einem Sturm zurück vom Badeort zum Campingplatz, der hinter einer natürlichen Düne gekauert lag.
Der Weg dorthin war Damm durch trockengelegtes Achterwasser, riesige Flächen, die nur mit extragross bereiften Traktoren zu befahren waren. Mein Plaisir bei Tageslicht. Die grössten Traktoren, die ich je gesehen hatte. Ich liebte diesen langen Weg, den wir täglich gingen. Manchmal nahm uns Herr Klüsow mit, der Fuhrunternehmer mit den fettärschigen Pferden. Schade hatte er nicht so einen Ballonreifentraktor.
Im Dämmerlicht zeigt mir der Vater wie man sich gegen den Wind legt. Schwarz glucksen neben uns die Felder, die dabei sind, wieder See zu werden. Der Regen ist zu stark für das Meliorationsbemühen der Genossenschaftsbauern.
Wir sind nur leicht bekleidet und klatschnass, der Wind reisst uns Urlaubern die Sonnenwärme des Strandtages aus den Körpern.
"Wir schaffen es! Wir schaffen es!" singen und grölen wir fröhlich in den Sturm. Mein erstes Mantra.
Dieser Weg im Zwielicht ist es, der heut zu meiner Pyramide führt. Die steht vor der Düne, einem riesigen Sandhaufen, den man sich bis ins Wasser herabrollen lassen kann. Ich war gerne da, doch die Wellen der offenen See zogen mich mehr an. Klein scheint meine Pyramide neben der Düne, und es ist nicht zu sagen, ob sie an Land oder im Wasser steht. Wie ja auch nicht zu sagen ist, ob ich über Land oder Wasser zu ihr laufe. Um sie herum spiegelt sich, wie die Schuppen eines müden Fisches, gebrochen letztes Licht,
Von nahem erscheint sie mir erstaunlich dunkel. So dunkel wie das stille, schwere und stinkende Wasser im Innenteil der Insel. Das hintere Wasser, das Achterwasser. Auch sie hat das Flimmern von kleinen Wellen im Mondlicht. Sie ist aus Wasser.
Meine Pyramide ist aus Wasser. Aus dunklem Wasser der Nacht.
Über Stufen soll ich sie betreten und da es eine Meditation ist, fliege ich zu ihrem Eingang. Wasser hat keine Stufen. Hoch ist er nicht und liegt da, wo Pyramiden ihre Eingänge haben. Das Wort Pyramidenbahn flog mich früh an im Leben, doch weit nach dem Wort Melioration.
Es braucht einen Moment bis in der Pyramide klar ist, ob ich nun in Wasser bin oder nicht.
Der Weg aber ist gegangen.
Tatsächlich habe ich eine Pyramide, deren Basis nachher mein Boden werden soll.
Boden zu stehen und wurzeln.
Das mir der aus Wasser ist, wundert mich nicht.
Durch ihre Wände flimmert Licht der Nacht herein.
Das eigentlich keines ist.
Guten Rutsch!
Auf der Pyramidenbahn.
Man hat mir sagen müssen, dass ich auf einem Weg zu ihr gehen soll, der meiner ist und sein kann, so wie ich es mag.
Glatter Asphalt, ein staubiger durch Felder, steinig den Berg hinauf oder hinab.
Wie mag ich es denn?
Wie ich mich frage ist er da. Ich kenne ihn, es ist ein Weg von früher. Von ganz früher. Mit meinem Vater ging ich ihn, in einem Sturm zurück vom Badeort zum Campingplatz, der hinter einer natürlichen Düne gekauert lag.
Der Weg dorthin war Damm durch trockengelegtes Achterwasser, riesige Flächen, die nur mit extragross bereiften Traktoren zu befahren waren. Mein Plaisir bei Tageslicht. Die grössten Traktoren, die ich je gesehen hatte. Ich liebte diesen langen Weg, den wir täglich gingen. Manchmal nahm uns Herr Klüsow mit, der Fuhrunternehmer mit den fettärschigen Pferden. Schade hatte er nicht so einen Ballonreifentraktor.
Im Dämmerlicht zeigt mir der Vater wie man sich gegen den Wind legt. Schwarz glucksen neben uns die Felder, die dabei sind, wieder See zu werden. Der Regen ist zu stark für das Meliorationsbemühen der Genossenschaftsbauern.
Wir sind nur leicht bekleidet und klatschnass, der Wind reisst uns Urlaubern die Sonnenwärme des Strandtages aus den Körpern.
"Wir schaffen es! Wir schaffen es!" singen und grölen wir fröhlich in den Sturm. Mein erstes Mantra.
Dieser Weg im Zwielicht ist es, der heut zu meiner Pyramide führt. Die steht vor der Düne, einem riesigen Sandhaufen, den man sich bis ins Wasser herabrollen lassen kann. Ich war gerne da, doch die Wellen der offenen See zogen mich mehr an. Klein scheint meine Pyramide neben der Düne, und es ist nicht zu sagen, ob sie an Land oder im Wasser steht. Wie ja auch nicht zu sagen ist, ob ich über Land oder Wasser zu ihr laufe. Um sie herum spiegelt sich, wie die Schuppen eines müden Fisches, gebrochen letztes Licht,
Von nahem erscheint sie mir erstaunlich dunkel. So dunkel wie das stille, schwere und stinkende Wasser im Innenteil der Insel. Das hintere Wasser, das Achterwasser. Auch sie hat das Flimmern von kleinen Wellen im Mondlicht. Sie ist aus Wasser.
Meine Pyramide ist aus Wasser. Aus dunklem Wasser der Nacht.
Über Stufen soll ich sie betreten und da es eine Meditation ist, fliege ich zu ihrem Eingang. Wasser hat keine Stufen. Hoch ist er nicht und liegt da, wo Pyramiden ihre Eingänge haben. Das Wort Pyramidenbahn flog mich früh an im Leben, doch weit nach dem Wort Melioration.
Es braucht einen Moment bis in der Pyramide klar ist, ob ich nun in Wasser bin oder nicht.
Der Weg aber ist gegangen.
Tatsächlich habe ich eine Pyramide, deren Basis nachher mein Boden werden soll.
Boden zu stehen und wurzeln.
Das mir der aus Wasser ist, wundert mich nicht.
Durch ihre Wände flimmert Licht der Nacht herein.
Das eigentlich keines ist.
Guten Rutsch!
Auf der Pyramidenbahn.
Samstag, 30. Dezember 2006
Donnerstag, 28. Dezember 2006
Dienstag, 26. Dezember 2006
Erfahrung und Reife
Erfahrung
Das Wissen
Die Immer gleichen
Fehler
Zu machen
Reife
Dieses Wissen
Immer wieder gleich
Mutig
Zu ertragen
Das Wissen
Die Immer gleichen
Fehler
Zu machen
Reife
Dieses Wissen
Immer wieder gleich
Mutig
Zu ertragen
Montag, 25. Dezember 2006
Sterben satt - Anderswo
Eine Stadt stirbt satt
Gehen ihr die Hungrigen
Und wird von Schafen
Zugeschissen
Ziehen ihre Wölfe aus
Um Beute zu schlagen
Wo Fleisch ist
Unter der Wolle
Sehen wir uns wieder
Strahlen sich Gebisse an
Tropfend von
Blut
Wir sind erfolgreich
Anderswo
Gehen ihr die Hungrigen
Und wird von Schafen
Zugeschissen
Ziehen ihre Wölfe aus
Um Beute zu schlagen
Wo Fleisch ist
Unter der Wolle
Sehen wir uns wieder
Strahlen sich Gebisse an
Tropfend von
Blut
Wir sind erfolgreich
Anderswo
Grab des Vaters
Wenn man Grabsteinen
Auf die kalte
Schulter klopfen
Könnte
Würde
Ich es lachend tun
Auch mich diktiert die
Liebe
Und wir sind uns
Einig
Vater
Auf die kalte
Schulter klopfen
Könnte
Würde
Ich es lachend tun
Auch mich diktiert die
Liebe
Und wir sind uns
Einig
Vater
Grab des Meisters
An einen Baum gelehnt
Starre ich auf die Stehle
Fühlen kann ich auch
Meister
Und leiden
Nur weil du schon
Schweigst
Werde ich es nicht tun
Weil du schon schweigst
Werde ich es nicht tun
Noch nicht
Meister
Starre ich auf die Stehle
Fühlen kann ich auch
Meister
Und leiden
Nur weil du schon
Schweigst
Werde ich es nicht tun
Weil du schon schweigst
Werde ich es nicht tun
Noch nicht
Meister
Freitag, 22. Dezember 2006
kafka sagt
es gibt keinen weg. nur ein ziel.
sicher manches gedicht hier,
ist
nur ein
gehackter
satz.
der mir aber untergehen würde, schriebe ich ihn nicht auf. und beim dritten mal lesen hat man den rhythmus. eben. :-)
ich verstehe das hier im sinne von selbstvergewisserungen und erkundungen. denn sprache hat eine eigene wahrheit. ich staune selbst, wie sich manches verändert. wann etwas geht und wann nicht.
so ganz allein bin ich hier nicht, weiss ich. (aber fast)
und korrigiere die texte über die zeit immer wieder. endfassungen sind es nach etwa vier wochen.
es ist und bleibt ein webtagebuch.
sicher manches gedicht hier,
ist
nur ein
gehackter
satz.
der mir aber untergehen würde, schriebe ich ihn nicht auf. und beim dritten mal lesen hat man den rhythmus. eben. :-)
ich verstehe das hier im sinne von selbstvergewisserungen und erkundungen. denn sprache hat eine eigene wahrheit. ich staune selbst, wie sich manches verändert. wann etwas geht und wann nicht.
so ganz allein bin ich hier nicht, weiss ich. (aber fast)
und korrigiere die texte über die zeit immer wieder. endfassungen sind es nach etwa vier wochen.
es ist und bleibt ein webtagebuch.
Donnerstag, 21. Dezember 2006
Mittwoch, 20. Dezember 2006
Dampfradio 2
Eine andere Version, nicht mehr zu singen.
Dampfradio 2
Manchmal vergessend
Ich bin erst wenn ich höre
Vor dir sitzend schweige
Deinen Fluss nicht störe
Quillt es aus mir ohne Stopp
Wie dieser süsse Brei
Dampfend stopft er dir das Hirn
Du wehrst dich kaum dabei
Da ist kein Knopf um auszuschalten
Und auch kein Draht für Strom
Du magst ein Kissen drüber stülpen
Es stoppt nicht wie zum Hohn
Dann bin ich ich und nicht bei dir
So wie es früher war
Ein Radio quatscht für sich allein
Machst du mir langsam klar
Dampfradio 2
Manchmal vergessend
Ich bin erst wenn ich höre
Vor dir sitzend schweige
Deinen Fluss nicht störe
Quillt es aus mir ohne Stopp
Wie dieser süsse Brei
Dampfend stopft er dir das Hirn
Du wehrst dich kaum dabei
Da ist kein Knopf um auszuschalten
Und auch kein Draht für Strom
Du magst ein Kissen drüber stülpen
Es stoppt nicht wie zum Hohn
Dann bin ich ich und nicht bei dir
So wie es früher war
Ein Radio quatscht für sich allein
Machst du mir langsam klar
Dampfradio 1
Ein Spass, zu singen nach ihrer Durchlaucht Prinzessin Stefanie von Monaco`s
"Irresistibel".
Dampfradio 1
Manchmal bin ich dir
Und das sagst du mir
Manchmal bin ich ein Radio
Ohne Ausschaltknopf
Quatscht`s aus meinem Kopf
Doch du sagst nich Adio
Du sagst selten Stopp
Eher Hopp Hopp Hopp
Müssen wir uns beeilen
Treibst mich plappernd raus
Redend aus dem Haus
Wollte ich doch verweilen
Draussen gehen wir
Und ich red mit dir
Keiner könnte mich stören
Doch du machst mir klar
Dass es zuviel war
Und ich soll doch mal hören
"Irresistibel".
Dampfradio 1
Manchmal bin ich dir
Und das sagst du mir
Manchmal bin ich ein Radio
Ohne Ausschaltknopf
Quatscht`s aus meinem Kopf
Doch du sagst nich Adio
Du sagst selten Stopp
Eher Hopp Hopp Hopp
Müssen wir uns beeilen
Treibst mich plappernd raus
Redend aus dem Haus
Wollte ich doch verweilen
Draussen gehen wir
Und ich red mit dir
Keiner könnte mich stören
Doch du machst mir klar
Dass es zuviel war
Und ich soll doch mal hören
Dienstag, 19. Dezember 2006
Funktionelle Gefühle
wenn ich liebe
um warm zu werden
bin ich kalt
wenn ich hasse
um frei zu werden
bin ich dumm
wenn ich dir
ein kind mach
will ich keines
mehr sein
***
wenn ich liebe
damit du nicht kalt hast
bin ich warm
wenn ich hasse
damit du frei wirst
mach ich was falsch
wenn du ein
ein kind von mir
willst
lieben wir
die zukunft
um warm zu werden
bin ich kalt
wenn ich hasse
um frei zu werden
bin ich dumm
wenn ich dir
ein kind mach
will ich keines
mehr sein
***
wenn ich liebe
damit du nicht kalt hast
bin ich warm
wenn ich hasse
damit du frei wirst
mach ich was falsch
wenn du ein
ein kind von mir
willst
lieben wir
die zukunft
Montag, 18. Dezember 2006
Inspiration
Alles was Du
Spielend
Grundierend
Verzierend
In die Welt
Bläst
Und uns
Hinter sie
Kommt aus dir
Hast du
Irgendwann
Gefressen
Sagst du
Nie bist du
So du
Weisst
Du nicht
Wie dir geschieht
Vier neue Sinne
In manchen Nächten 4
Spielend
Grundierend
Verzierend
In die Welt
Bläst
Und uns
Hinter sie
Kommt aus dir
Hast du
Irgendwann
Gefressen
Sagst du
Nie bist du
So du
Weisst
Du nicht
Wie dir geschieht
Vier neue Sinne
In manchen Nächten 4
Sonntag, 17. Dezember 2006
Brücken und Türen
Samstag, 16. Dezember 2006
Sind die Lichter ausgeschaltet
Geblendet
Flieht der Engel
Des Lichts
Den Leuchtketten
An Bäumen und
Hecken
Den Birnenhaufen
An Kranen und
Kaufhauspassagen
Dem Lichtmüll
Überall
Die Dunkelheit
In uns
Kann nur der
Erhellen
Den wir mit
Unseren
Gleissenden
Fassaden
Verjagen
Macht aus das Licht
Und leuchtet selbst
zum thema bei herrn ü.
Flieht der Engel
Des Lichts
Den Leuchtketten
An Bäumen und
Hecken
Den Birnenhaufen
An Kranen und
Kaufhauspassagen
Dem Lichtmüll
Überall
Die Dunkelheit
In uns
Kann nur der
Erhellen
Den wir mit
Unseren
Gleissenden
Fassaden
Verjagen
Macht aus das Licht
Und leuchtet selbst
zum thema bei herrn ü.
Freitag, 15. Dezember 2006
Ohne mich

Für C.R. unter Verwendung einer Zeile von Hans Ekkard Wenzel
Ohne mich
Scheinst du
So unbehaust
In Eis und Schnee
Wird es Dir Winter
Heraus aus einem
Warmen Herbst
Erscheint dir weiss
Was Sonne war
Orange bis eben
Der Herbst ist
Meine Zeit
Orange - die Farbe
Ich bin der glückliche
Untergang
Nicht dir
Nicht deiner
Nur mir
Nur meiner
Doch stirb mit mir
Ein Stück
Ich bin das Leben
Weil ich sterben kann
Immer wieder
Kleine Tode
Für ein grosses Leben
Voll Mut
Mein Feuer
Der Scheiterhaufen
Meiner selbst
Schmolz deinen
Iglu weg
Jetzt gehen
Eisbären dir durch
Den Horizont
Der weissen Wüste
Deiner Trauer
Die rein ist
Wie du es warst
Bevor ich Palmen
Wachsen liess
Auf deinen Schollen
Das ist kein Eisberg
Nein
Ich bin Vulkan
Der deine Wüste
Schmelzen liess
Was funkelt ist
Nicht Eis
Sondern
Geschmolz`ner Sand
Die Wüste ist aus Glas
So rein wie du
Der Glaspalast
Zerschlag ihn nun
Allein
Donnerstag, 14. Dezember 2006
An manchem Morgen 2
An manchem Morgen
Sind wir fast
So müd
Wie am Abend zuvor
Und sind es nicht
An uns geworden
Und haben Obacht
Das wir es
Uns nicht werden
An einem Tag
Der sein
Muss
Sind wir fast
So müd
Wie am Abend zuvor
Und sind es nicht
An uns geworden
Und haben Obacht
Das wir es
Uns nicht werden
An einem Tag
Der sein
Muss
Mittwoch, 13. Dezember 2006
An machem Morgen
An manchem Morgen
Stehst du auf
Wirfst diesen
Bademantel
Über dich
Blendest die Sonne
Lachst
Und stellst mir
Eine Frage
Ich sehe zurück
In die Nacht
Aus der die kam
Und staune
Wie die Sonne
Ab dir
Stehst du auf
Wirfst diesen
Bademantel
Über dich
Blendest die Sonne
Lachst
Und stellst mir
Eine Frage
Ich sehe zurück
In die Nacht
Aus der die kam
Und staune
Wie die Sonne
Ab dir
Dienstag, 12. Dezember 2006
Samstag, 9. Dezember 2006
Scheitern auf dem Weg nach Hinterwelt

Mailadressen
Telefonnummern
Faxe
Die Anrufe deiner Schüler
Die fehlende Antwort
Des Instrumentenbauers
Aus Paris
Die Fragen eines Zollbeamten
Nach dem Beleg
Das Warten des Schaffners
Bis dein GA sein Versteckspiel
Beendet
Der Coach der dir
Im Zugsrestaurant erzählt
Wie er andere geleitet
Und so unbehaust
Wirkt
Das Neigen des Zuges
Deinem Magen
Entgegen
Sein Kreischen
Vor dem Halt
Die kalte Luft
Am Bahnsteig
Die Eilenden
Um dich
Eilende
All das ist Welt
Die du durchdringen
Musst
Musst
Musst
Um hinter sie zu gelangen
Dorthin von wo
Du spielst
Wohin du uns
Mitnimmst
Mit deinem Atem
Der tönt
In die Welt
Die es gibt
Hinter der Welt
Manchmal
Scheitert
Das
Freitag, 8. Dezember 2006
Fallen
Du bist was deine Säule hält
Der Boden
Ohne Grund
Das Fundament
Im Nichts
Du bist die Stützen
Die sie halten
Rennt etwas an
So was wie ich
Oder Welt
Oder Leben
Du gibst ihr Halt
Beim Wachsen über dich
Hinaus gegen Himmel
Beim Streben in
Wahrheiten
Beim aufrecht bleiben im
Sturm der dir den Atem nimmt
Ist der vorbei
Verschnaufst du
Kurz
Holst Luft
Enstpannst
Und brichst zusammen
Mit verwunderten Augen
Blicken halte ich stand
Die Säule kippt
Begräbt dich unter sich
Du fällst
Ich halte dich
Nicht
Auf
Ich halte dich
Fallen
Der Boden
Ohne Grund
Das Fundament
Im Nichts
Du bist die Stützen
Die sie halten
Rennt etwas an
So was wie ich
Oder Welt
Oder Leben
Du gibst ihr Halt
Beim Wachsen über dich
Hinaus gegen Himmel
Beim Streben in
Wahrheiten
Beim aufrecht bleiben im
Sturm der dir den Atem nimmt
Ist der vorbei
Verschnaufst du
Kurz
Holst Luft
Enstpannst
Und brichst zusammen
Mit verwunderten Augen
Blicken halte ich stand
Die Säule kippt
Begräbt dich unter sich
Du fällst
Ich halte dich
Nicht
Auf
Ich halte dich
Fallen
Mittwoch, 6. Dezember 2006
Chemotherapie
Der Krieg gegen den Tod (für J.T.)
Wunderbares Wachsen
Aus Gesundem spriesst
Zelle um Zelle
Dir
Kein neues Leben
Kein neues Sein
Sondern
Neoplasmen
Krebs
Dein Tod
Du teilst dich
Bist so viele
Wie so oft
Spalten deine Zellen
Und verjüngen sich
Bis zu dem Tag
Da sich was teilt
Das bist nicht du
Der sich im Spiegel
Nicht erkannte
Der auf sich selbst
Herab sah
Über sich
Hinaus
Gewachsen
Warst immer wieder
Du
Ein Spiel mit Vielen
Sind wir alle
Ein Spiel ist das
Nicht mehr
Jetzt laufen Gifte
Durch dich durch
Um des Lebens
Willen
Explodieren
Clusterbomben
In dir
Deren Krater du
In jeder Zelle
Spürst
Minen pflügen
Deine Felder
Der Krebs fliegt
Zerissen
Mit deinen Wurzeln
An denen er nagte
Dich zu verdorren
Durch deine Luft
Leer bleibt sein
Waffenschrott zurück
Den du auskotzt
Schraube
für
Schraube
Nach diesem Krieg
Ist dein Gesicht
Grau wie der Tod
Dem du entrannst
Auch deine Felder grau
Vom Rauch der Schlacht
Grau
Deine Stimmung
Dein Leben
Aber Leben
Warte mutig
Schon spriesst es neu
Auf deinem Schlachtfeld
Bald feiern wir
Das Friedensfest
Gegen den Tod
Hilft manchmal nur
Der Krieg und seine schmutzigen Bomben
Krya padig
Kom snart igen
Wunderbares Wachsen
Aus Gesundem spriesst
Zelle um Zelle
Dir
Kein neues Leben
Kein neues Sein
Sondern
Neoplasmen
Krebs
Dein Tod
Du teilst dich
Bist so viele
Wie so oft
Spalten deine Zellen
Und verjüngen sich
Bis zu dem Tag
Da sich was teilt
Das bist nicht du
Der sich im Spiegel
Nicht erkannte
Der auf sich selbst
Herab sah
Über sich
Hinaus
Gewachsen
Warst immer wieder
Du
Ein Spiel mit Vielen
Sind wir alle
Ein Spiel ist das
Nicht mehr
Jetzt laufen Gifte
Durch dich durch
Um des Lebens
Willen
Explodieren
Clusterbomben
In dir
Deren Krater du
In jeder Zelle
Spürst
Minen pflügen
Deine Felder
Der Krebs fliegt
Zerissen
Mit deinen Wurzeln
An denen er nagte
Dich zu verdorren
Durch deine Luft
Leer bleibt sein
Waffenschrott zurück
Den du auskotzt
Schraube
für
Schraube
Nach diesem Krieg
Ist dein Gesicht
Grau wie der Tod
Dem du entrannst
Auch deine Felder grau
Vom Rauch der Schlacht
Grau
Deine Stimmung
Dein Leben
Aber Leben
Warte mutig
Schon spriesst es neu
Auf deinem Schlachtfeld
Bald feiern wir
Das Friedensfest
Gegen den Tod
Hilft manchmal nur
Der Krieg und seine schmutzigen Bomben
Krya padig
Kom snart igen
Dienstag, 5. Dezember 2006
Heiratsanträge
Ein Mann der kreiste im Ballon
Um der Geliebten Haus
Warf Rosen ab auf den Balkon
Schrie seine Liebe raus
Ein andrer flog mit Spruchband ihr
Quer durch den weiten Blick
Sie dachte gleich Komm her zu mir
Er flog sofort zurück
Und einer schrieb`s ins Maisfeld rein
Mit seinem Mähgerät
Sei du ab nun für immer mein
Nimm mich sonst ist`s zu spät
Die Reichen legen Goldspur aus
Bei Armen reicht ein Kuss
Manchmal wird ne Verlobung draus
Und Rosen sind ein Muss
Ich werd nicht fliegen über dir
Und auch nicht Rosen streun
Sing nicht auf Knien und bleib bei mir
Dich soll der Alltag freun
Den Heiratsantrag mach ich schon
Seit langem jeden Tag
Die Hochzeit ist unnützer Lohn
Es braucht keinen Vertrag
Ein jeder Tag soll Spruchband sein
Für mich und mein Begehr
Ein jeder Tag wird Antrag sein
Ein Leben - das ist mehr
Um der Geliebten Haus
Warf Rosen ab auf den Balkon
Schrie seine Liebe raus
Ein andrer flog mit Spruchband ihr
Quer durch den weiten Blick
Sie dachte gleich Komm her zu mir
Er flog sofort zurück
Und einer schrieb`s ins Maisfeld rein
Mit seinem Mähgerät
Sei du ab nun für immer mein
Nimm mich sonst ist`s zu spät
Die Reichen legen Goldspur aus
Bei Armen reicht ein Kuss
Manchmal wird ne Verlobung draus
Und Rosen sind ein Muss
Ich werd nicht fliegen über dir
Und auch nicht Rosen streun
Sing nicht auf Knien und bleib bei mir
Dich soll der Alltag freun
Den Heiratsantrag mach ich schon
Seit langem jeden Tag
Die Hochzeit ist unnützer Lohn
Es braucht keinen Vertrag
Ein jeder Tag soll Spruchband sein
Für mich und mein Begehr
Ein jeder Tag wird Antrag sein
Ein Leben - das ist mehr
Montag, 4. Dezember 2006
In manchen Nächten 6
Urschrei (für E.N.)
In manchen Nächten
Willst du mich
Nimmst du mich
Lässt du mich
In dir
Gibst dich mir
Mit
Deinem Rhythmus
Deinem Wollen
Deiner Gier
Geb ich Dir
Meinen
URSCHREI
In die Kissen
In manchen Nächten
Willst du mich
Nimmst du mich
Lässt du mich
In dir
Gibst dich mir
Mit
Deinem Rhythmus
Deinem Wollen
Deiner Gier
Geb ich Dir
Meinen
URSCHREI
In die Kissen
Sonntag, 3. Dezember 2006
In manchen Nächten 5
In manchen Nächten
Erwachen wir
Ohne
Ineinander zu fallen
Lagere ich meinen Kopf
In deinem Schoss
Erzählst du mir
Woher du
In diese Nächte
Kommst
Warum du schlaflos
Leben willst
Mit mir
Küsse ich die weichen
Seiten
Deiner Schenkel
Innen
Feiere deine Säulen
Und hör Dir einfach zu
Woraus
Diese Nächte werden
Die uns die Tage
Müde machen
Erwachen wir
Ohne
Ineinander zu fallen
Lagere ich meinen Kopf
In deinem Schoss
Erzählst du mir
Woher du
In diese Nächte
Kommst
Warum du schlaflos
Leben willst
Mit mir
Küsse ich die weichen
Seiten
Deiner Schenkel
Innen
Feiere deine Säulen
Und hör Dir einfach zu
Woraus
Diese Nächte werden
Die uns die Tage
Müde machen
Samstag, 2. Dezember 2006
Das letzte Gedicht einer Liebe
Für R.B.
die sonne und das schwarze loch (herbst 2004)
du standst
in meinem
lärm und licht
so sah ich
deine strahlen nicht
und liebte
deine
dunkelheit
den starken sog
in alle zeit
wir trieben uns
durch
nächterunden
ich brannte dich
und war verschwunden
in einem
schmelzpunkt
tief in dir
du schwarzes loch
schluckst licht aus mir
und speist es
aus
an fremdem ort
du bist nicht hier
und ich nie dort
nun brennst du
loch
ich sonne frier
irgendwas ist
nicht richtig hier
mein tod
in dir
kaltes verglühen
mein staub wird stern
zum weiter ziehen.
die sonne und das schwarze loch (herbst 2004)
du standst
in meinem
lärm und licht
so sah ich
deine strahlen nicht
und liebte
deine
dunkelheit
den starken sog
in alle zeit
wir trieben uns
durch
nächterunden
ich brannte dich
und war verschwunden
in einem
schmelzpunkt
tief in dir
du schwarzes loch
schluckst licht aus mir
und speist es
aus
an fremdem ort
du bist nicht hier
und ich nie dort
nun brennst du
loch
ich sonne frier
irgendwas ist
nicht richtig hier
mein tod
in dir
kaltes verglühen
mein staub wird stern
zum weiter ziehen.
Das erste Gedicht einer Liebe
Für R.B.
REISEPLAN (14.Juni 1999)
komm nimm mich mit im handgepäck
auf deine grossen reisen
komm lass mich zwischen underwear
die ganze welt umkreisen
falt mich zusamm in aller früh
verstau mich in den taschen
und hast du appetit auf mich
ein griff und du kannst naschen
und hol mich raus wenn du was siehst
und zeig mir deine orte
zeig mir die welt so wie sie ist
du weisst ich hab nur worte
und abends dann wenn`s einsam wird
in all den fremden zimmern
dann wirst du dich - ich warte drauf-
bestimmt an mich erinnern
dann pack mich aus und blas mich auf
entfalte mich zur grösse
dann lass mich wachsen lass mich schrein
allein an deiner blösse
die nacht die ist dann unser ort
dort werden wir uns sehen
im kämpfend ineinander sein
den sinn des trips verstehen
REISEPLAN (14.Juni 1999)
komm nimm mich mit im handgepäck
auf deine grossen reisen
komm lass mich zwischen underwear
die ganze welt umkreisen
falt mich zusamm in aller früh
verstau mich in den taschen
und hast du appetit auf mich
ein griff und du kannst naschen
und hol mich raus wenn du was siehst
und zeig mir deine orte
zeig mir die welt so wie sie ist
du weisst ich hab nur worte
und abends dann wenn`s einsam wird
in all den fremden zimmern
dann wirst du dich - ich warte drauf-
bestimmt an mich erinnern
dann pack mich aus und blas mich auf
entfalte mich zur grösse
dann lass mich wachsen lass mich schrein
allein an deiner blösse
die nacht die ist dann unser ort
dort werden wir uns sehen
im kämpfend ineinander sein
den sinn des trips verstehen
Freitag, 1. Dezember 2006
Abend
......................................................................................
Abend
Mutig
Wie die Dummen
Fröhlich
Wie die Jungen
Gehn wir durch
Die Tage
Aufrecht
Wie die Säulen
Die auch wir uns sind
Zeigen uns
Den Anderen
Die entsetzt
Erbleichen
Oder
Näher rücken
Von unserer
Kraft
Gebannt
Wir suchen immer
Alltag
Und tun das
Ganz Allein
Wir finden
Abenteuer
Und das meist
Im zu zwein
Das Leben ist
Kein Spiel
Wenn man
Es mutig spielt
Das wissen wir
Am Abend
Müde Voreinander
Und finden endlich
Heimat
Im Auge
Gegenüber
Abend
Mutig
Wie die Dummen
Fröhlich
Wie die Jungen
Gehn wir durch
Die Tage
Aufrecht
Wie die Säulen
Die auch wir uns sind
Zeigen uns
Den Anderen
Die entsetzt
Erbleichen
Oder
Näher rücken
Von unserer
Kraft
Gebannt
Wir suchen immer
Alltag
Und tun das
Ganz Allein
Wir finden
Abenteuer
Und das meist
Im zu zwein
Das Leben ist
Kein Spiel
Wenn man
Es mutig spielt
Das wissen wir
Am Abend
Müde Voreinander
Und finden endlich
Heimat
Im Auge
Gegenüber
Donnerstag, 30. November 2006
In manchen Nächten 4
Mittwoch, 29. November 2006
Termine
Termine
Fremdes Wollen
Legt Zangen
Um meinen Kopf
Die Zeit
Dreht an den
Schrauben
Dein Wollen
Lehrt mich
Jugend
Sinn
Hast du
Noch
Ich
Wieder
Greif ich Dir
Ins Fleisch
Mit Gier
Mein Wollen
Lässt mir das Herz
In eine Zukunft
Stolpern
Die gar nicht nötig
Ist
Bleiben im Gehen
Gehen im Bleiben
Selbst meine Tode
Laufen
Ab
Fremdes Wollen
Legt Zangen
Um meinen Kopf
Die Zeit
Dreht an den
Schrauben
Dein Wollen
Lehrt mich
Jugend
Sinn
Hast du
Noch
Ich
Wieder
Greif ich Dir
Ins Fleisch
Mit Gier
Mein Wollen
Lässt mir das Herz
In eine Zukunft
Stolpern
Die gar nicht nötig
Ist
Bleiben im Gehen
Gehen im Bleiben
Selbst meine Tode
Laufen
Ab
Dienstag, 28. November 2006
No comment
Ich trag den Sieg
Im Zickenkrieg
Davon mit stolzem Haupt
Die Kommentare schalt ich aus
Spam ist hier nicht erlaubt
Sucht euch zum Streit
Ein andres Haus
Oder Akademie
Hier geht`s um Text
Und nicht um mich
Tobt euch mit Andern aus
Wer mir noch was zu sagen hat
Der schreib es in ein Mail
Und kommentiere Texte mir
Doch niemals meine Seel
Denn die bleibt schwarz
Und ich euch fern
Das hier ist virtuell
Ich habe echte Menschen gern
Nicht nur im Wortduell
Sonntag, 26. November 2006
Die terminale Einordnung der Liebe
Die terminale Einordnung der Liebe
Ich liebte dich
Schon vor dem Urknall
Und werde es
Auch nach ihm tun
Der Zeitengründer
Bist Du
Selbst
Und liebte dich
Vor aller Zeit
Und werde es
In allen tun
Du Bist
Die Zeitenschleife
Selbst
Dich liebte ich
Bis zu dem Gestern
Und werde es
Auch morgen tun
Du Selbst
Bist Zeitenwende
Dir
Was ist mit heute
Fragst du lachend
Und ich sag dir
Das weiss ich
Nicht
Wer lieben will
Muss lassen
Lernen
Wie sterben
Auch
Ich liebte dich
Schon vor dem Urknall
Und werde es
Auch nach ihm tun
Der Zeitengründer
Bist Du
Selbst
Und liebte dich
Vor aller Zeit
Und werde es
In allen tun
Du Bist
Die Zeitenschleife
Selbst
Dich liebte ich
Bis zu dem Gestern
Und werde es
Auch morgen tun
Du Selbst
Bist Zeitenwende
Dir
Was ist mit heute
Fragst du lachend
Und ich sag dir
Das weiss ich
Nicht
Wer lieben will
Muss lassen
Lernen
Wie sterben
Auch
Samstag, 25. November 2006
Herbstabend mit Zukunft 2
Herbstabend mit Zukunft 2
Honigfarben schwappt Licht
Von den Wänden
Des Kindergartens
Auf die novemberdunkle Strasse
Aus grossen Kugeln
Strahlt Weiss
Stumpf
Holz und Zeichnungen warm
Lässt den Raum
Zum Hort werden
Heute sind die kleinen
Sonnen da
Die junge Erzieherin
Spielt
Mit ihnen ein Spiel
Gellend lacht die Zukunft
In den nassen Nachmittag
Ein Haus weiter
Steht ein Lehrer an der Tafel
Klappt Hypotenusen auf
Zum Pythagoras
Das Licht aus Neon
Hart
Dass der Asphalt Schatten wirft
Die älteren Kinder
Sind der Zukunft
Einen Schritt näher
Und haben schon
Ein bisschen weniger
Davon
Wieviel
Hab
Ich
?
Honigfarben schwappt Licht
Von den Wänden
Des Kindergartens
Auf die novemberdunkle Strasse
Aus grossen Kugeln
Strahlt Weiss
Stumpf
Holz und Zeichnungen warm
Lässt den Raum
Zum Hort werden
Heute sind die kleinen
Sonnen da
Die junge Erzieherin
Spielt
Mit ihnen ein Spiel
Gellend lacht die Zukunft
In den nassen Nachmittag
Ein Haus weiter
Steht ein Lehrer an der Tafel
Klappt Hypotenusen auf
Zum Pythagoras
Das Licht aus Neon
Hart
Dass der Asphalt Schatten wirft
Die älteren Kinder
Sind der Zukunft
Einen Schritt näher
Und haben schon
Ein bisschen weniger
Davon
Wieviel
Hab
Ich
?
Freitag, 24. November 2006
Schwanenschlaf
Schwanenschlaf
Ich möchte schlafen
Wie ein Schwan
Den Kopf
Auf meinen
Flügeln lagern
Schwimmend
Und schlafe
Wie ein Liebender
Den Kopf auf deinem
Rücken lagernd
Schweben
Ich möchte schlafen
Wie ein Schwan
Den Kopf
Auf meinen
Flügeln lagern
Schwimmend
Und schlafe
Wie ein Liebender
Den Kopf auf deinem
Rücken lagernd
Schweben
Mittwoch, 22. November 2006
Der Narziss nach dem Feuer einer brennenden Säule

Du hast mein Glas zerscherben lassen
Mit einem Blick und deinem Sein
Du konntest nach dem Kerne fassen
Und schmolzest mir die Spiegel ein
Mit heisser Hand lässt du mich leuchten
Verbrennst Kulissen im Akkord
Die meine Wahrheit nur verseuchten
Das führt zu einem Massenmord
Es sterben mir die grossen Lügen
Von meinem Ich von meinem Sein
Dich kann ich nicht mit Schein betrügen
Du läufst schnurstracks im mich hinein
Dort raucht der Haufen der ich war
Du stehst in meinen Trümmern
Dein Atem macht die Luft mir klar
Du wirst Dich um mich kümmern
Ganz nackt steh ich nun in der Welt
Und wollte mich wohl schämen
Du sagst wie sehr dir das gefällt
Ich soll mich doch nicht grämen
Du hast so Recht seh ich mich an
Nehm Tücher von dem Spiegel
Und wie ich wärmend strahlen kann
Du brachst die kalten Siegel
Du liebst nicht was ich wollte sein
Du liebst nicht meine Bilder
Mein Innerstes das fuhr Dir ein
Sahst hinter meine Schilder
Ich bin nun wahr wie nie zuvor
Durch dich und deinen Willen
Den bläst du mir dann heiss ins Ohr
Komm her! Ich werd ihn stillen!
Dienstag, 21. November 2006
fremd (experiment)
wann
mein atem
meine haut
wann
mein griff
dich entzünden
zu mir treiben
um im reiben
lust zu finden
kann
weiss
ich
nicht
*
wie
mein wort
meine wärme
meine kraft
wirkt
weiss ich nicht
und streite jede nacht
vorm blutgericht
um meine macht
**
dass
ich im sturm
schwer auf dir liege
dich mit zangen in den kissen halte
wird sein wo du bist
egal wir wissen nicht warum
und werden auch nicht denken
die liebe funktioniert auch dumm
man muss sich nur verschenken
so
sollen wir uns immer treffen.
vertraut
genug um einander
fremd zu sein.
wann
mein atem
meine haut
wann
mein griff
dich entzünden
zu mir treiben
um im reiben
lust zu finden
kann
weiss
ich
nicht
*
wie
mein wort
meine wärme
meine kraft
wirkt
weiss ich nicht
und streite jede nacht
vorm blutgericht
um meine macht
**
dass
ich im sturm
schwer auf dir liege
dich mit zangen in den kissen halte
wird sein wo du bist
egal wir wissen nicht warum
und werden auch nicht denken
die liebe funktioniert auch dumm
man muss sich nur verschenken
so
sollen wir uns immer treffen.
vertraut
genug um einander
fremd zu sein.
Sonntag, 19. November 2006

Trauriges Telefon
Traurig hört das Telefon
Wortlos mit an
Wie zwei
Die sich nichts mehr
Zu sagen haben
Nichts mehr sagen
Sie hatten alles geredet
In ihrer Zeit
Sich ausgebreitet
Voreinander
Ohne sich zeigen zu können
Heisse Ohren hatte
Es ihnen gemacht
In Nächten
In denen sie sich
Die Einsamkeit
Mit sich
Und der Ausschmückung
Ihres Selbst
Vertrieben
Gleichmütig hatte das Telefon
Hingenommen
Das sie für Liebe hielten
Was überdehnte Gespräche waren
Selbstdarstellungen in das Dunkel
Der Leitungen gesprochen
In die Nacht aus Strom
Es hatte seinen Akku ausgeblutet
Wenn sie Stunden verredeten
Um nicht zu schweigen
Angestrengt musste es
Die Phase überstehen
Als beide um sich
Kämpften
Nicht wahr haben wollten
Was wahr war
Sie kämpfte um ihn
Und er um sich
Neutral nahm es
Die anderen Nummern
Am Display hin
Dass er längst
Mit anderen sprach
Kurz, tief, heiss
Ein Vulkanloch plötzlich
Die Muschel
Glühende Steine jedes Wort
Lava quoll aus seinem Hörer
Traurig hörte das Telefon zu
Wie er ihr erklärte
Nun sei da Liebe
Doch nicht für sie
Traurig hörte es Seine Lüge
In ihm war immer Liebe
Gewesen
Doch nicht für sie
Wer andere lieben will
Liebe zuerst sich selbst
Weiss heute jeder
Der was weiss
Nur reicht das eben
Nicht
Samstag, 18. November 2006
Reime
Es gibt Zeiten da können Reime
Nicht sagen was da wahr
Es spriessen ihnen Keime
Einer Lügenschaar
Die Rhythmen sind sich eigen
Leben ihr Leben selbst
Tanzen mit dir Reigen
Bis du dir dann gefällst
Du sagst nun was sie wollen
Folgst ihrer Melodei
Sprichst nicht von deinen Stollen
Der inneren Tyrannei
Es tanzen deine Nöte
Dann fröhlich übers Blatt
Das war schon so bei Goehte
Du wirst von Schönheit satt
So bleiben deine Sichte
Verborgen tief in Dir
Du stehst so stolz im Lichte
und bleibst alleine hier.
Denn keiner wird erfahren
Was wirklich mit dir ist
Und du vergisst nach Jahren
Warum du Dichter bist.
Es gibt Zeiten da können Reime
Nicht sagen was da wahr
Es spriessen ihnen Keime
Einer Lügenschaar
Die Rhythmen sind sich eigen
Leben ihr Leben selbst
Tanzen mit dir Reigen
Bis du dir dann gefällst
Du sagst nun was sie wollen
Folgst ihrer Melodei
Sprichst nicht von deinen Stollen
Der inneren Tyrannei
Es tanzen deine Nöte
Dann fröhlich übers Blatt
Das war schon so bei Goehte
Du wirst von Schönheit satt
So bleiben deine Sichte
Verborgen tief in Dir
Du stehst so stolz im Lichte
und bleibst alleine hier.
Denn keiner wird erfahren
Was wirklich mit dir ist
Und du vergisst nach Jahren
Warum du Dichter bist.
Freitag, 17. November 2006
Schicksal (für S.L. [und mich] )
Schicksal
Mein Wort für uns
Seit ich dich sah
Schutz
In vielen Momenten
Mit anderen Paar sein
Zuwendung
Mehr sagend als sprechend
Zu spüren am Tisch
Blicke
Verfangen sich nicht
Wir sind vorsichtig
Konsequenzen
Ziehen wir beide
Doch nicht wegen uns
Liebe
War durchaus
Durchaus wieder eine
Möglichkeit
In uns
Nicht für uns
Freiheit
Hatten wir nur
Nur Freiheit Für das
Schicksal
...
Donnerstag, 16. November 2006
Evian
Die Berge kommen näher
Der Föhn macht ein Geflimmer
Wir sind die sichren Späher
Aus unsrem Liebeszimmer
Die tiefen Wolken eilen
Über den hellen Himmel
Und Segelschiffe peilen
Am Ufer das Gewimmel
Sie suchen Schutz am Lande
Wo die Passanten wandeln
Und dunkle Herrn am Strande
Heisse Maroni handeln
Der Sturm schlägt in den Fahnen
Und treibt uns an beim Lieben
Aus Fernen naht ein Ahnen
Wir lassen uns den Trieben
Am Andern unser Rasen
Mit Segeln voller Wind
Der wird uns rüber blasen
Bis wir in Evian sind
Die Berge kommen näher
Der Föhn macht ein Geflimmer
Wir sind die sichren Späher
Aus unsrem Liebeszimmer
Die tiefen Wolken eilen
Über den hellen Himmel
Und Segelschiffe peilen
Am Ufer das Gewimmel
Sie suchen Schutz am Lande
Wo die Passanten wandeln
Und dunkle Herrn am Strande
Heisse Maroni handeln
Der Sturm schlägt in den Fahnen
Und treibt uns an beim Lieben
Aus Fernen naht ein Ahnen
Wir lassen uns den Trieben
Am Andern unser Rasen
Mit Segeln voller Wind
Der wird uns rüber blasen
Bis wir in Evian sind
Mittwoch, 15. November 2006
Herbstabend mit Zukunft
Honigfarben schwappt Licht
Von den Holzwänden
Des Kindergartens
Auf die novemberdunkle Strasse
Die Kinder sind längst daheim
Nur die junge Erzieherin
Sitzt tief gebeugt
Und schreibt mit schwarzem Stift
Vielleicht den Plan für Morgen
Wenn das Leben wieder tobt
Die Sonne scheint
Und die Kinder wieder da sind
Von den Holzwänden
Des Kindergartens
Auf die novemberdunkle Strasse
Die Kinder sind längst daheim
Nur die junge Erzieherin
Sitzt tief gebeugt
Und schreibt mit schwarzem Stift
Vielleicht den Plan für Morgen
Wenn das Leben wieder tobt
Die Sonne scheint
Und die Kinder wieder da sind
Dienstag, 14. November 2006
Samstag, 4. November 2006
rocken

rocken wollte ich dich
und wurde gerockt von dir
solltest vergehen an mir
zurecht geklopft hast du mich
kein stein blieb in der mauer
sie rollten schwer zu boden
zerquetschten mir die hoden
da schrie ich ohne trauer
die seelen lagen offen
die wesen atmen freier
mir wuchsen neue eier
und es begann ein hoffen
der mann der dich dann rockte
ist nicht der der das wollte
du wecktest den der sollte
und versteckt in mir hockte
nun nehmen wir die steine
und wollen nicht mehr warten
baun einen kindergarten
für deine und für meine
Freitag, 3. November 2006

vier neue sinne
leuchte in die nacht um dich
machst du uns licht
siehst du dann hell
und gib dich preis
vor den versteckten
erzählst du dich
wirst du hell hören
folg dann den spuren
die du spürst
und triff uns da
wo du sie findest
in uns
den alten reduits
du siehst
du hörst
du spürst
durch uns
auch dich
atmest
INSPIRATION
und machst aus luft
MUSIK
das ziel

du sagst
du siehst
ein ziel
im fernen.
seh ich
das auch
sind wir
fast da.
und dürfen
näher nie
kommen.
*
ein ziel
ist nicht
das heut.
lern ich
staunend
von der liebe.
wir sind
am ziel
wenn wir
es nie
erreichen
schiessen wir
wachsend
darüber hinaus.
das ziel
ist das heute.
staun ich
lernend
vor der liebe.
**
du bist mehr
als ich kannte.
das
ja und nein.
schwester
in eins nun
die hände
die meine
dimensionen
rocken.
wilde`s horses.

©götz schwirtz

du sagst
du siehst
ein ziel
im fernen.
seh ich
das auch
sind wir
fast da.
und dürfen
näher nie
kommen.
*
ein ziel
ist nicht
das heut.
lern ich
staunend
von der liebe.
wir sind
am ziel
wenn wir
es nie
erreichen
schiessen wir
wachsend
darüber hinaus.
das ziel
ist das heute.
staun ich
lernend
vor der liebe.
**
du bist mehr
als ich kannte.
das
ja und nein.
schwester
in eins nun
die hände
die meine
dimensionen
rocken.
wilde`s horses.

©götz schwirtz
das geb ich dir zum abschied mit
was liebe möglich macht
ihre tore aufreisst
sie fluten lässt
und unsere
staustufen
leert
was liebe erhält
uns hebt
aus wassern
und erweitert
um flügel
was uns
die fische
verlassen lässt
die wir nie
waren
das
und
nur
das
lässt welten
uns entgegen
stürzen
verbrennt die flügel
wie stroh
das
und
nur
das
lässt
uns riesen
implodieren
bis zum nächsten
urknall
das
und
nur
das
macht sie
so brutal
am ende
das
und
nur
das
ist die
ILLUSION
was liebe möglich macht
ihre tore aufreisst
sie fluten lässt
und unsere
staustufen
leert
was liebe erhält
uns hebt
aus wassern
und erweitert
um flügel
was uns
die fische
verlassen lässt
die wir nie
waren
das
und
nur
das
lässt welten
uns entgegen
stürzen
verbrennt die flügel
wie stroh
das
und
nur
das
lässt
uns riesen
implodieren
bis zum nächsten
urknall
das
und
nur
das
macht sie
so brutal
am ende
das
und
nur
das
ist die
ILLUSION
Donnerstag, 2. November 2006
Mittwoch, 1. November 2006
Dienstag, 31. Oktober 2006
Mittwoch, 25. Oktober 2006
in manchen nächten 3
in manchen nächten
endet der wahsinn
tauscht sich nichts
bleiben hüllen müde
nebeneinander hüllen
halten sich
die schlafenden
für einen tag der kommt
endet der wahsinn
tauscht sich nichts
bleiben hüllen müde
nebeneinander hüllen
halten sich
die schlafenden
für einen tag der kommt
Montag, 23. Oktober 2006
Sonntag, 22. Oktober 2006
mein brandschutzengel (eine schönheit mit c-rohr!)
mein engel kommt
nicht mit mit mir
sieht er mein jagen
hinter ihr
kopfschüttelnd
folgt er mir um ecken
aus vereisten
brandschutzdecken
*
flügelringend
lässt er zu
wie ich prospekte schiebe
und brenne rasch
ist da ein du
das ich auch wirklich liebe
um das zu stoppen
ist er da
hält mich wenn ich mich zeige
ruft FEUER!
in mein tralala
bevor ich mich verneige
**
mit asbestflügeln
schlägt er mir
die schönen flammen tot
die brandaxt hackt kulissen klein
es splittern requisiten
fällt ascheregen über dir
sieht er auch deine not
und wird mein feuer zügeln
es stürzt nun
mein theater ein
vor dir vor der es brannte
du nimmst das kehrblech
in die hand
fegst mich in einen tag hinein
den ich vor dir nicht kannte
und wirst das rechte tun
***
mein engel kommt
nicht mit mit mir
sieht er mein jagen
hinter ihr
kopfschüttelnd
folgt er mir um ecken
aus vereisten
brandschutzdecken
*
flügelringend
lässt er zu
wie ich prospekte schiebe
und brenne rasch
ist da ein du
das ich auch wirklich liebe
um das zu stoppen
ist er da
hält mich wenn ich mich zeige
ruft FEUER!
in mein tralala
bevor ich mich verneige
**
mit asbestflügeln
schlägt er mir
die schönen flammen tot
die brandaxt hackt kulissen klein
es splittern requisiten
fällt ascheregen über dir
sieht er auch deine not
und wird mein feuer zügeln
es stürzt nun
mein theater ein
vor dir vor der es brannte
du nimmst das kehrblech
in die hand
fegst mich in einen tag hinein
den ich vor dir nicht kannte
und wirst das rechte tun
***
Freitag, 20. Oktober 2006
der zumir [tier der liebe]
zu mir
dein drängen
zu mir!
zu mir!
mein rufen
nach dir
falle brücken
komm zu dir
stürz zu mir
lass zurück
wage neu
wege neu
bei mir
mit mir
zu mir
oder
zu dir
wohin
fallen
wir?
sterben
ist allein
wie sonst
nichts
nichts
ist sonst
wie allein
sterben
der [zumir]
fängt
mich auf
fliegt von dir
zu mir
zu mir
zurück
zu mir
dein drängen
zu mir!
zu mir!
mein rufen
nach dir
falle brücken
komm zu dir
stürz zu mir
lass zurück
wage neu
wege neu
bei mir
mit mir
zu mir
oder
zu dir
wohin
fallen
wir?
sterben
ist allein
wie sonst
nichts
nichts
ist sonst
wie allein
sterben
der [zumir]
fängt
mich auf
fliegt von dir
zu mir
zu mir
zurück
Mittwoch, 18. Oktober 2006
sterben lassen lernen
immer
wieder leben
wieder
sterben lernen
gefühle
träume
ängste
uns
sterben lassen
für neue
die keinen platz
mehr haben
in uns
dem muster
(du alte tapete
mit kullern
rot wie das blut
der arbeiterklasse)
statt in die aare
springen wir mutig
in unseren schmerz
lassen los
doch nicht nur uns
den anderen loslassen
fallen lassen
von der brücke
in den schmerz
damit er aus den mustern fällt
sterben lernen
ist
sterben lassen lernen
wie uns selbst
müssen wir
andere sterben lassen
TÖTEN
für ihr glück
wahrhaftig ist
brutal

anmerkung: dieses gedicht entstand im rahmen des kurses halten in der not/leben lernen/sterben lassen/zeilenumbruch bei zirkonia und freitag.
(einer weiteren göttlichen katze in diesem leben)
immer
wieder leben
wieder
sterben lernen
gefühle
träume
ängste
uns
sterben lassen
für neue
die keinen platz
mehr haben
in uns
dem muster
(du alte tapete
mit kullern
rot wie das blut
der arbeiterklasse)
statt in die aare
springen wir mutig
in unseren schmerz
lassen los
doch nicht nur uns
den anderen loslassen
fallen lassen
von der brücke
in den schmerz
damit er aus den mustern fällt
sterben lernen
ist
sterben lassen lernen
wie uns selbst
müssen wir
andere sterben lassen
TÖTEN
für ihr glück
wahrhaftig ist
brutal

anmerkung: dieses gedicht entstand im rahmen des kurses halten in der not/leben lernen/sterben lassen/zeilenumbruch bei zirkonia und freitag.
(einer weiteren göttlichen katze in diesem leben)
Dienstag, 17. Oktober 2006
richtungen
und aus der säule gehst du
ganz selbstverständlich
wie gott
aus dir in richtungen
gleichzeitig
schizophren
wie gott
auf deine ziele zu
die sehen dich kommen
und
gehen
in einem
und verbrennen
ehe du ankommst
und gegangen bist
asche wird dir bleiben
die asche einer alten
und die asche einer neuen
liebe
du tötest grad
(du weisst schon was du tust, nur das halt nicht)
und aus der säule gehst du
ganz selbstverständlich
wie gott
aus dir in richtungen
gleichzeitig
schizophren
wie gott
auf deine ziele zu
die sehen dich kommen
und
gehen
in einem
und verbrennen
ehe du ankommst
und gegangen bist
asche wird dir bleiben
die asche einer alten
und die asche einer neuen
liebe
du tötest grad
(du weisst schon was du tust, nur das halt nicht)
Montag, 16. Oktober 2006
schmerzhaft wachsen
du sagst
du wächst schmerzhaft
jeder mensch tut das
doch wenige so intensiv wie du
schmerzen haben viele
wachsen tun die wenigsten
daran
dir springen nicht nur häute
fallen nicht nur die hüllen
mit denen du dich selbst
vor dir verbargst
um unsichtbar zu sein
als das was du nicht bist
das was die welt will
bist nicht du
das was du wolltest
kam ihr entgegen
nicht dir
neue stufe nun
DU BIST DRAN
du reisst dich nicht nur auf
es gibt gar keine grenze mehr
zum aussen
da platzt mehr als die hülle
spritzt blut
fleisch lockt nicht rosig
nein blutig offen
die wunden
die du dir schlägst
alles von dir drängt raus
innerstes liegt blank
jeder blick der anderen
ein messerstich
du bist so nackt wie irgendwas
wer kann schon langsam
explodieren?
du tust es
dich windend wie ein wurm
das elend eines lebens
aus den augen lassend
lernst du mehr als sterben
du folterst dich
für deine wahrheit
und bist so sicher
zu überleben
denn was da wächst
strahlt schon wie
warmer marmor
aus dir
die SEELENSÄULE
du wächst schmerzhaft
und alle wachsen mit
schmerzhaft
du folterst dich
und folterst alle mit
es ist ein schreien hier
du sagst
du wächst schmerzhaft
jeder mensch tut das
doch wenige so intensiv wie du
schmerzen haben viele
wachsen tun die wenigsten
daran
dir springen nicht nur häute
fallen nicht nur die hüllen
mit denen du dich selbst
vor dir verbargst
um unsichtbar zu sein
als das was du nicht bist
das was die welt will
bist nicht du
das was du wolltest
kam ihr entgegen
nicht dir
neue stufe nun
DU BIST DRAN
du reisst dich nicht nur auf
es gibt gar keine grenze mehr
zum aussen
da platzt mehr als die hülle
spritzt blut
fleisch lockt nicht rosig
nein blutig offen
die wunden
die du dir schlägst
alles von dir drängt raus
innerstes liegt blank
jeder blick der anderen
ein messerstich
du bist so nackt wie irgendwas
wer kann schon langsam
explodieren?
du tust es
dich windend wie ein wurm
das elend eines lebens
aus den augen lassend
lernst du mehr als sterben
du folterst dich
für deine wahrheit
und bist so sicher
zu überleben
denn was da wächst
strahlt schon wie
warmer marmor
aus dir
die SEELENSÄULE
du wächst schmerzhaft
und alle wachsen mit
schmerzhaft
du folterst dich
und folterst alle mit
es ist ein schreien hier
Sonntag, 15. Oktober 2006
nasse katzen
sind nicht ungewöhnlich an einem regentag. mischa, die schönheit aus der spanischen mülltonne, mauzt sich meine tür auf, lässt sich trocken rubbeln, sucht nach der frau, an der sie an mutters statt imme nuckelte, findet sie nicht und geht wieder, ohne wirklich zur tür hinein gekommen zu sein.
katzen sind die spirituellsten tiere, gleich nach uns menschen. mischa, der man ansieht, dass die mauren mal in spanien waren, weiss, dass es nun einen freitag gibt, der, weil er durch sie leben darf, eine botschaft an conny in sich trägt. die botschaft, dass gott mitnichten tot ist, bloss weil nietzsche das sagt und ein götz, ein götze, falscher gott und goldenes kalb sich selbst und sie gleich mit sterben lässt. für sich und sie stirbt, um in neuen dimensionen der wahrhaftigkeit weiter zu leben. das gold fällt ab. dünne schichten aufgehauchten blechs. jetzt wird er wahr oder nie. die brücken und die stürze von ihnen liegen hinter ihm. aktion "sterben lernen" erfolgreich beendet. die feuertäler sind durchlaufen. noch brennen seine sohlen und die erde über die er geht, dampft hinter ihm. tausend tode später bin ich nun bereit zum weiter leben. auf neuen stufen. brennend an allen enden.
alle stehen wir gerade auf neuen stufen, haben den schritt zu wagen. mindestens ein bein ist in der luft.
dani, eveline, conny, steffi,götz - der kreis der erschütterten. mancher wird "sterben lernen" erst noch lernen müssen. manche können es. die finden sich. im feuer. das uns gebar. loslassen ist mehr als ein wort. und schmerz wird gemildert doch auch entweiht, spricht man über ihn. lasst uns uns durchleiden. wir sind der schmerz, nicht das gegenüber, das nun keines mehr ist und keines mehr wird.
nichts endet hier leicht, genau so wenig, wie etwas leicht beginnt. in uns allen bebt es. besonders im fribourger raum haben die engel grad viel zu tun. hier brennts an allen ecken. doch auch in osnabrück herrscht notstand in häusern, die nur ums eck liegen. achtet auf katzen! sie sagen, was in den zeichen am himmel und den bookmarks auf unseren häuten auch geschrieben steht.
hier fügt und führt gott.
von wem das beben ausging, ist nicht zu s a g e n. geht beten und ihr wisst es. fragt regine, die frau durch deren schaufenster schiffe fahren, denen man winken kann bevor sie hinterm kirchturm verschwinden. sie weiss schon lang, wer hier führt. strampelt nicht gegen den fluss, den nicht wir bestimmen. lasst den ast los, der euch noch hält. fallt in die strömungen, lasst euch von wirbeln in die tiefen ziehen und vertraut. nach all dem grünen wasser, nach all dem toben kommt oben wieder licht. lasst euch treiben, die luft wird reichen. wir alle sind gerade in strudeln und wilden wassern. steine lauern, auf die wir schlagen können. vielleicht bluten wir, wenn wir auf inseln gespült werden. auf inseln aus warmen sand, den der wind davon blasen wird, sobald die wunden narben sind.
ruhe gibst genug nach dem tod.
ich habe heute, erst- und sicher auch letztmals, alle die namentlich angesprochen, denen gerade das leben brennt. es ist mir nicht mehr möglich, zu verfremden, zu verschleiern, zu verdecken. allgemein zu sein. keiner kann allgemein weinen.
das ist kein text mehr. mein film ist längst gestoppt. auch wenn manches telefonat nach m.hulot klingt.
das ist hier ist das leben.
das ist elementar.
für alle.
wir alle werden die kraft haben, das zu überstehen.
darum bete ich in diesen tagen.
für uns alle.
sind nicht ungewöhnlich an einem regentag. mischa, die schönheit aus der spanischen mülltonne, mauzt sich meine tür auf, lässt sich trocken rubbeln, sucht nach der frau, an der sie an mutters statt imme nuckelte, findet sie nicht und geht wieder, ohne wirklich zur tür hinein gekommen zu sein.
katzen sind die spirituellsten tiere, gleich nach uns menschen. mischa, der man ansieht, dass die mauren mal in spanien waren, weiss, dass es nun einen freitag gibt, der, weil er durch sie leben darf, eine botschaft an conny in sich trägt. die botschaft, dass gott mitnichten tot ist, bloss weil nietzsche das sagt und ein götz, ein götze, falscher gott und goldenes kalb sich selbst und sie gleich mit sterben lässt. für sich und sie stirbt, um in neuen dimensionen der wahrhaftigkeit weiter zu leben. das gold fällt ab. dünne schichten aufgehauchten blechs. jetzt wird er wahr oder nie. die brücken und die stürze von ihnen liegen hinter ihm. aktion "sterben lernen" erfolgreich beendet. die feuertäler sind durchlaufen. noch brennen seine sohlen und die erde über die er geht, dampft hinter ihm. tausend tode später bin ich nun bereit zum weiter leben. auf neuen stufen. brennend an allen enden.
alle stehen wir gerade auf neuen stufen, haben den schritt zu wagen. mindestens ein bein ist in der luft.
dani, eveline, conny, steffi,götz - der kreis der erschütterten. mancher wird "sterben lernen" erst noch lernen müssen. manche können es. die finden sich. im feuer. das uns gebar. loslassen ist mehr als ein wort. und schmerz wird gemildert doch auch entweiht, spricht man über ihn. lasst uns uns durchleiden. wir sind der schmerz, nicht das gegenüber, das nun keines mehr ist und keines mehr wird.
nichts endet hier leicht, genau so wenig, wie etwas leicht beginnt. in uns allen bebt es. besonders im fribourger raum haben die engel grad viel zu tun. hier brennts an allen ecken. doch auch in osnabrück herrscht notstand in häusern, die nur ums eck liegen. achtet auf katzen! sie sagen, was in den zeichen am himmel und den bookmarks auf unseren häuten auch geschrieben steht.
hier fügt und führt gott.
von wem das beben ausging, ist nicht zu s a g e n. geht beten und ihr wisst es. fragt regine, die frau durch deren schaufenster schiffe fahren, denen man winken kann bevor sie hinterm kirchturm verschwinden. sie weiss schon lang, wer hier führt. strampelt nicht gegen den fluss, den nicht wir bestimmen. lasst den ast los, der euch noch hält. fallt in die strömungen, lasst euch von wirbeln in die tiefen ziehen und vertraut. nach all dem grünen wasser, nach all dem toben kommt oben wieder licht. lasst euch treiben, die luft wird reichen. wir alle sind gerade in strudeln und wilden wassern. steine lauern, auf die wir schlagen können. vielleicht bluten wir, wenn wir auf inseln gespült werden. auf inseln aus warmen sand, den der wind davon blasen wird, sobald die wunden narben sind.
ruhe gibst genug nach dem tod.
ich habe heute, erst- und sicher auch letztmals, alle die namentlich angesprochen, denen gerade das leben brennt. es ist mir nicht mehr möglich, zu verfremden, zu verschleiern, zu verdecken. allgemein zu sein. keiner kann allgemein weinen.
das ist kein text mehr. mein film ist längst gestoppt. auch wenn manches telefonat nach m.hulot klingt.
das ist hier ist das leben.
das ist elementar.
für alle.
wir alle werden die kraft haben, das zu überstehen.
darum bete ich in diesen tagen.
für uns alle.
Donnerstag, 12. Oktober 2006
Ich traf den Engel der Verlassenen als er von mir weiter zog. Zu anderen, die sich nun winden. Für sie nochmal:
Syphilisters G�tzenbilder: Sterben lernen vom Meister beschrieben
Syphilisters G�tzenbilder: Sterben lernen vom Meister beschrieben
Samstag, 7. Oktober 2006
der narziss an der säule - erste version

der narziss an der säule - erste version
töne mir ins ohr/geliebte/wenn ich nach deiner säule greif und flecke mach ins fleisch/das sie bedeckt und gerade hält/wie du dich aufrecht trägst/auf deinen krummen wegen/ins licht/ins licht/der letzte schatten in dir du/denn selbst der dunkle mann ist freund.
felle fallen/schalen platzen/du pellst dich aus dem ei/durchbrichst die schichten/der kokon kracht leise auf/die nächste neugeburt/erwächst dir schmerzhaft/ du sprengst dich selbst/reisst auf/und hältst dich für die schlange/die ihre alte haut verlässt/verwirren wird was an dir wuchs/es bleibt zurück/das werden deine spuren sein/dort folgt man dir/sieh du nach vorn/ins licht/ins licht/ denn was du dafür hältst
bin ich/gefunkel aus natürlichen facetten/KEIN SCHLIFF/nicht grob nicht fein/ein kern aus licht/mehr ist da nicht/erwarte hinter glaskulissen/nichts mehr
als das was ist/ein nichts aus licht/strahlendes/freundliches/ purzelbaumschlagendes nirvana/bekleidet mit reflexionen/stehe ich nackt vor dir/nichts zum anleuchten ausser du da
nur weil ich nichts bin/strahlend zwar/kann ich dir alle tiefen zeigen/in mir/ denn ich kenn angst vor nichts/ das macht dich auf/ die weite eines nichts aus licht eröffnet dich/lässt dich neu keimen/wachsen/früchte tragen/die fallen uns dann auf den kopf/auf nasenhöhe
du siehst in mir was ich vergass vor lauter brechung/machst du mich wahr/gibst mir den sinn/zurück aus dir/du wächst an mir/und ich durch dich/es gibt auch farben ausser weiss/ich weiss/ich weiss/das jetzt/wieder
Sonntag, 1. Oktober 2006
der abend vor dem morgen danach
Komm in meine Arme,
wag dein ganzes Glueck.
Fall mir in die Haende,
schau nicht mehr zurueck.
Wirst ein Raub der Flammen,
wenn's dich traurig macht.
Brenn an beiden Enden,
leuchte durch die Nacht.
Erinner' mich dran in tausend Jahren,
was ich dir heute versprach:
Dies wird der Abend,
dies wird der Abend,
vor dem Morgen danach.
Lass uns nicht mehr warten,
leise keucht die Uhr.
Keiner, der allein ist,
findet unsre Spur.
Keine Angst vor Wuenschen,
keine Angst vor Gier.
Uns bewacht ein Engelund ein wildes Tier.
Erinner' mich dran in tausend Jahren,
was ich dir heute versprach:
Dies wird der Abend,
dies wird der Abend,
vor dem Morgen danach.
Sag, was darf ich sein fuer dich,
nenn mir Zeit, Gestalt und Ort.
Wenn die Haendler dich belagern
-nur ein Wink, ich jag sie fort.
Leben wie ein langer Kuss ...
komm und ueberquer den Fluss ...
Erinner' mich dran in tausend Jahren,
was ich dir heute versprach:
Dies wird der Abend,
dies wird der Abend,
vor dem Morgen danach.
Text: KunzeMusik: Luehrig
Komm in meine Arme,
wag dein ganzes Glueck.
Fall mir in die Haende,
schau nicht mehr zurueck.
Wirst ein Raub der Flammen,
wenn's dich traurig macht.
Brenn an beiden Enden,
leuchte durch die Nacht.
Erinner' mich dran in tausend Jahren,
was ich dir heute versprach:
Dies wird der Abend,
dies wird der Abend,
vor dem Morgen danach.
Lass uns nicht mehr warten,
leise keucht die Uhr.
Keiner, der allein ist,
findet unsre Spur.
Keine Angst vor Wuenschen,
keine Angst vor Gier.
Uns bewacht ein Engelund ein wildes Tier.
Erinner' mich dran in tausend Jahren,
was ich dir heute versprach:
Dies wird der Abend,
dies wird der Abend,
vor dem Morgen danach.
Sag, was darf ich sein fuer dich,
nenn mir Zeit, Gestalt und Ort.
Wenn die Haendler dich belagern
-nur ein Wink, ich jag sie fort.
Leben wie ein langer Kuss ...
komm und ueberquer den Fluss ...
Erinner' mich dran in tausend Jahren,
was ich dir heute versprach:
Dies wird der Abend,
dies wird der Abend,
vor dem Morgen danach.
Text: KunzeMusik: Luehrig
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